Generalstab enthüllt Details: Ukraine beschädigt Russlands Raumfahrtzentrum
Stand: 20.08.2026, 13:28 Uhr
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Generalstab bestätigt: Ukraine traf Sojus-Triebwerkswerkstatt in Samara.
Samara – Der ukrainische Generalstab hat am Mittwoch bestätigt, dass bei einem Angriff mehrere Standorte der russischen Raketen- und Raumfahrtindustrie beschädigt worden sein sollen. In der Nacht auf den 15. August waren ukrainische Langstreckenwaffen in der russischen Stadt Samara eingeschlagen und hatten dabei offensichtlich wichtige Infrastruktur getroffen.
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„Die Analyse zusätzlicher Daten hat bestätigt, dass am 15. August 2026 eine Produktionswerkstatt für die Montage von Triebwerken für Sojus-Trägerraketen und eine Wartungswerkstatt für Luftfahrtausrüstung im Aviakor-Werk getroffen wurden“, so die Militärführung.
Ein Brand habe sich auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern ausgebreitet, teilte der Generalstab auf seinen offiziellen Kanälen mit.

Unabhängige Satellitendaten des FIRMS-Systems der US-Raumfahrtbehörde NASA, das weltweit Brände in Echtzeit erfasst, zeigten in diesem Zeitraum an mehreren Orten in der Stadt und im Umland Feuer.
Was das Progress-Zentrum produziert
Das Progress-Raketen- und Raumfahrtzentrum gilt als einer der wichtigsten Betriebe der russischen Raketen- und Raumfahrtindustrie und ist Teil der staatlichen Raumfahrtbehörde Roskosmos.
Es produziert die Sojus-Familie von Trägerraketen, die unter anderem zum Start von Satelliten in die Erdumlaufbahn und zum Aufbau russischer Satellitenkommunikationssysteme für die Streitkräfte genutzt werden.
Darunter fällt auch das Rassvet-Projekt – Russlands Versuch, ein eigenes Breitband-Satellitennetz nach dem Vorbild von Starlink aufzubauen, berichtet der US-Sender Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL).
Sojus-2.1b-Raketen sind die einzige russische Trägerrakete, die für den Start dieser Satelliten eingesetzt wird. Das Progress-Zentrum ist der einzige Ort, an dem der gesamte Produktionszyklus der Sojus-2-Raketen stattfindet.
Aviakor: Militärtransporter und Tankflugzeuge
Auch das Aviakor-Flugzeugwerk ist ein bedeutendes Rüstungsziel. Die Anlage wartet laut Generalstab Flugzeuge für das russische Militär – darunter Il-76-Schwertransporter, die Russland für den Truppennachschub an die Front nutzt. Beide Anlagen befinden sich auf demselben Industriegelände in Samara und sind nur wenige hundert Meter voneinander entfernt.
Flamingo-Raketen, 900 Kilometer Entfernung
Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Angriff bereits am 15. August auf der Plattform X gemeldet und erklärt, ukrainische Streitkräfte hätten mit selbst entwickelten Flamingo-Marschflugkörpern zugeschlagen. Die Anlagen liegen rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. „Gute Ergebnisse unserer Tiefschläge“, schrieb er.
Der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bestätigte einen Treffer auf eine Industrieanlage, nannte diese jedoch nicht namentlich. Die ukrainische Nachrichtenseite Kyiv Independent wies darauf hin, dass das Ausmaß der Schäden nicht unabhängig verifiziert werden konnte.
Erster Angriff dieser Art in Samara seit 2022
Seit Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 war keine Industrieanlage dieser Bedeutung in Samara zuvor angegriffen worden. „Schläge auf Einrichtungen dieser Bedeutung schwächen Russlands militärische und technologische Fähigkeiten erheblich“, erklärte der Generalstab.
In der Nacht auf den 19. August griffen ukrainische Drohnen zudem eine Ölraffinerie in Ufa in der Republik Baschkortostan sowie Ziele in den Gebieten Tula und Nischni Nowgorod an, berichtet Kyiv Independent. Quellen: Ukrainischer Generalstab, RFE/RL, Kyiv Independent, nif/red.