Himmelsspektakel erreicht Höhepunkt: Perseiden im Saarland – in der Nacht vom 12. auf den 13. August regnet es Sternschnuppen


Himmelsspektakel erreicht Höhepunkt Perseiden im Saarland – in der Nacht vom 12. auf den 13. August regnet es Sternschnuppen

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 erreichen die Perseiden ihren diesjährigen Höhepunkt – und bescheren dem Saarland das größte Sternschnuppenspektakel des Jahres. Bei optimalen Bedingungen sind bis zu 100 Meteore pro Stunde zu sehen.

07.08.2026 , 08:03 Uhr

Perseiden 2026 im Saarland: Wann die Sternschnuppen ihren Höhepunkt erreichen

Foto: dpa/Marco A. Ludwig

In lauen Sommernächten den Blick in den Himmel zu richten und sich etwas zu wünschen, gehört für viele fest zur Jahreszeit – jetzt ist dafür wieder die beste Gelegenheit: Die Perseiden, der bekannteste und ergiebigste Meteorstrom des Jahres, sind zurück und sorgen aktuell auch im Saarland für ein besonderes Himmelsspektakel, das Hobbyastronomen, Romantiker und Nachtschwärmer gleichermaßen nach draußen lockt.

Ganz so einfach ist die Beobachtung allerdings noch nicht: Anfang Juli sind Sternschnuppen noch selten, nur vereinzelt ziehen Meteore über den Himmel, und die kurzen dunklen Phasen reichen kaum für gute Sichtbedingungen. Erst in der zweiten Monatshälfte steigen die Chancen deutlich, wenn die ersten Perseiden aktiver werden.

Wann kann ich die Perseiden 2026 sehen?

Die Perseiden treten jedes Jahr zwischen dem 17. Juli und dem 24. August auf. Ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Bei optimalen Bedingungen – also möglichst dunklem Himmel, fernab künstlicher Lichtquellen – lassen sich dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachten. Im Durchschnitt sind es etwa 25.

Um die Perseiden 2026 im Saarland optimal zu beobachten, sollten sie abgelegene, dunkle Orte aufsuchen. Hier sind die besten Vorschläge:

Woher kommen die Perseiden eigentlich?

Die Perseiden gehen auf den Kometen Swift-Tuttle zurück. Dieser etwa 26 Kilometer große Himmelskörper zieht alle 133 Jahre seine Bahn durch das Sonnensystem und hinterlässt dabei eine Spur aus Staub und Trümmern. Jedes Jahr kreuzt die Erde diese Spur – und dabei treffen die Teilchen mit über 215 000 Kilometern pro Stunde auf unsere Atmosphäre. Beim Verglühen entstehen die typischen Leuchtspuren am Nachthimmel.

Ihren Namen verdanken die Perseiden dem Sternbild Perseus, aus dessen Richtung sie scheinbar auftreten. Es liegt unterhalb des auffälligen „Himmels-W“, dem Sternbild Kassiopeia, und ist bei klarer Sicht die ganze Nacht über zu erkennen – besonders gut in nordöstlicher Himmelsrichtung.

Diese Spots im Saarland bieten eine gute Sicht auf Sternschnuppen

Jedes Jahr im August sorgen die Perseiden für eines der beeindruckendsten Naturschauspiele am Nachthimmel. Wer möglichst viele Sternschnuppen sehen möchte, sollte einen Ort wählen, der weit entfernt von künstlichen Lichtquellen liegt. Je dunkler die Umgebung, desto besser lassen sich die hellen Leuchtspuren erkennen. Besonders gut eignen sich Anhöhen oder offene Flächen mit freiem Blick zum Himmel. Voraussetzung ist außerdem trockenes Wetter und möglichst keine Wolken.

Der eigentliche Höhepunkt des Meteorstroms fällt in diesem Jahr auf den Nachmittag des 12. August. Sichtbar wird das Schauspiel jedoch erst nach Einbruch der Dunkelheit. Deshalb lohnt sich vor allem die Nacht vom 12. auf den 13. August. Die besten Beobachtungsbedingungen herrschen zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung, wenn der Himmel besonders dunkel ist. Wer in Richtung Nordosten schaut und etwas Geduld mitbringt, hat die größten Chancen auf zahlreiche Sternschnuppen.

Im Saarland gibt es dafür viele geeignete Plätze. Empfehlenswert sind unter anderem der Schaumberg in Theley, die Sternwarte Peterberg bei Nonnweiler oder der Schimmelkopf bei Weiskirchen.

Die meisten Sternschnuppen verglühen vollständig in der Atmosphäre. Größere Gesteinsbrocken können jedoch tiefer eindringen und als besonders helle Feuerkugeln den Himmel erleuchten. In seltenen Fällen erreichen Überreste sogar die Erdoberfläche. Gelingt es, ihre Flugbahn nachzuvollziehen, machen sich Fachleute auf die Suche nach den Meteoriten – oft keine leichte Aufgabe, weil sich das mögliche Fundgebiet über mehrere Quadratkilometer erstrecken kann.