Hitze in NRW: So können Sie Bäumen in Ihrer Stadt helfen
Hitze in NRW So können Sie Bäumen in Ihrer Stadt helfen
05.08.2026 · 19:59 Uhr
Ein Wassersack steht in der Düsseldorfer Innenstadt an einem Baum (Archiv).
Foto: dpa/Martin Gerten
Düsseldorf · Die Hitze setzt Stadtbäumen zu. In NRW gibt es verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu helfen: von Gießpatenschaften über Wassersäcke bis zu digitalen Plattformen. Die wichtigsten Tipps und Anlaufstellen im Überblick.
Es ist sonnig. Es ist heiß. Es ist trocken. Die anhaltende Hitze macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch dem Grün in unserer Umgebung. Wer einen eigenen Garten oder Pflanzen auf dem Balkon hat, weiß nur zu gut, wie viel Wasser diese aktuell brauchen. Doch wie steht es um die Bäume in den Städten?
Doch was kann man als engagierter Bürger oder Bürgerin tun, um zu helfen? Soll man sich eine Gießkanne oder einen Eimer schnappen und drauflos gießen? Hier sind einige Tipps und Aktionen, an denen Sie sich beteiligen können:
- Gießpatenschaften übernehmen: In verschiedenen Städten in NRW, beispielsweise im Kreis Mettmann oder in Düsseldorf, können Bürgerinnen und Bürger Patenschaften für Bäume übernehmen. Kleinere Hecken und Pflanzen können einfach so gegossen werden, dort reicht eine Gießkanne jeden Abend. Bei Bäumen können sich Interessierte am besten kostenlos einen Wassersack bei der Stadt abholen, der 60 Liter fasst. Dieser wird um den Baum gelegt, mit Wasser befüllt und mit einem Reißverschluss geschlossen. Das eingefüllte Wasser sickert über einen Zeitraum von fünf bis neun Stunden langsam in den Boden. In Erkrath kann über ein Online-Formular eine Patenschaft beantragt werden. In Düsseldorf funktioniert am besten eine Anfrage unter 0211 8993922 oder per E-Mail an [email protected].
- Bäume vor der eigenen Haustür gießen: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft Anwohnerinnen und Anwohner dazu auf, die Bäume und Grünflächen in der eigenen Umgebung zu gießen. Doch wie viel Wasser braucht ein Baum? Laut BUND ist die Faustregel: Ein Baum braucht pro Woche 100 Liter Wasser. Das sind zehn Gießkannen. Fachleute empfehlen auch: Lieber seltener gießen, dafür aber durchdringend, damit das Wasser die Wurzeln erreicht – sonst versickert das Wasser nur oberflächlich.
- Projekt Gießkannenheld:innen: In Essen und in Düsseldorf gibt es das Projekt „Gießkannenheld:innen“, dessen Idee es ist, Regenwasser in Containern zu sammeln, um umliegende Grünflächen damit zu bewässern. Dafür werden Fässer an Interessierte verteilt, die Platz für 1000 Liter Regenwasser haben. Das Regenfass wird auf dem eigenen Grundstück aufgestellt, an ein Fallrohr angeschlossen und schon füllt es sich bei Regen. Welche Voraussetzungen es dafür braucht, lesen Sie hier.
- Projekt „DU gießt: In Duisburg gibt es die Kampagne „ DU gießt“, die auch von der Initiative „WirGießen“ unterstützt wird. Dazu gehört eine Webseite mit einer interaktiven Karte, die zeigt, welcher Baum wo steht und wie viel Wasser er gerade benötigt. Wer möchte, kann einen oder mehrere Bäume „adoptieren“, sie dann regelmäßig gießen und die Wassermenge anschließend online in dem System dokumentieren. Zusätzlich hängen an einigen Bäumen Schilder mit der Aufschrift „HILFE, bitte gieß mich“ mit einem QR-Code zur Homepage.
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