Hochrechnung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - Die AfD liegt bei 44,0 Prozent
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Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund weit vorn. Nach der Hochrechnung der ARD von 21:08 Uhr haben ihr 44,0 Prozent der Wähler ihre Stimme gegeben. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zur letzten Wahl. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze landet mit großem Abstand auf Platz zwei mit 17,8 Prozent. Das ist noch schwächer als in den Umfragen, wo sie stets über 20 Prozent lag. DieSPD landet mit 9,1 Prozent auf Platz drei, knapp vor der Partei die Linke mit 8,8 Prozent. Einziger Gewinner außer der AfD sind die Grünen mit 8,7 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist mit 5,1 Prozent höchstwahrscheinlich in den Magdeburger Landtag eingezogen. Die FDP hat mit Verlusten und nur noch 2,4 Prozent den Wiedereinzug deutlich verpasst.
Die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel sieht für ihre Partei einen klaren Regierungsauftrag in Sachsen-Anhalt. „Das ist ein historisches Ergebnis und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel im ZDF. Siegmund bezeichnete Kanzler Friedrich Merz in einer ersten Reaktion auf die Prognose als „wichtigsten Wahlkampfhelfer“. Ob die AfD eine abolsute Mehrheit der Sitze im Landtag haben wird, ist noch unklar. Siegmund sagte: „Die Hand zu anderen Parteien bleibt als Demokrat immer ausgestreckt.“ Voraussetzung dafür sei aber „eine neue Politik für das Land.“ In einem Gespräch mit dem Portal Nius sprach er vom „Beginn einer neuen Zeit, in der wir uns unser sicheres altes Deutschland zurückholen werden.“
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig zeigte sich in der ARD offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD. „Wir werden immer in der Sache entscheiden“, sagte Wittig in der ARD. Mit Blick auf die Führung der neuen Landesregierung sagte sie: „Ich möchte Herrn Siegmund nicht wählen und ich möchte genauso wenig oder vielleicht noch weniger Herrn Schulze wählen.“ Wittig sagte, es wäre angesichts des Wahlerfolgs der AfD aus ihrer Sicht „völlig undemokratisch, sie nicht in irgendeiner Weise an der Regierung zu beteiligen“.