Islamischer Ungehorsam?


Hans Rauscher

Islamischer Ungehorsam?

Der Vorsitzende der Glaubensgemeinschaft begab sich in der Kopftuchfrage auf gefährliches Terrain

Einserkastl

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Hans Rauscher

Ein Mann mit Anzug und Krawatte spricht in einer Studioaufnahme vor einem dunkelblauen Hintergrund. Unten eingeblendet steht:
Ümit Vural,Vorsitzende der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, in der "ZiB2".

Zwei Drittel (69 Prozent) der österreichischen Bevölkerung sind nach einer STANDARD-Umfrage des Marketinstituts für ein Kopftuchverbot in den Schulen. Und zwar nicht nur für die unter 14jährigen Mädchen, sondern für alle.

Ümit Vural, der Vorsitzende der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) musste sich von Armin Wolf mehrfach ungläubig fragen lassen, ob er wirklich die Nichtbeachtung dieses Gesetzes durch muslimische Schülerinnen (und ihre Eltern) unterstütze. Vural hatte Verständnis dafür geäußert, dass muslimische Familien Kopftuchstreiks gegen das beschlossene Gesetz organisieren wollen. Verständnis dafür, ein gültiges Gesetz zu missachten? Hier begab sich der Vorsitzende der Islamischen Glaubensgemeinschaft auf gefährliches Terrain.

Ob das Kopftuchverbot eine kluge, eine notwendige oder eine populistische Maßnahme ist (und ob es diesmal vor dem Verfassungsgericht hält), ist stark umstritten. Einerseits muss der Staat unerwünschte gesellschaftliche Phänomene unterbinden; andererseits sollte das möglichst nicht mit Zwang, sondern mit Überzeugung geschehen. Die islamische Verschleierung löst in jeder modernen Gesellschaft tiefes Unbehagen aus. Möglicherweise baut sich hier beträchtlicher Konfliktstoff auf. Am besten wäre es freilich, wenn sich jetzt zeigt, dass die Kopftücher für viele Muslime eher eine Gewohnheit als tiefe Überzeugung sind. (Hans Rauscher, 3.9.2026)

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Zwei Drittel laut Umfrage für strengeres Kopftuchverbot in Schulen

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