Jeden Tag Zucchini essen: Das sind die Folgen


Im Sommer ist Zucchini-Saison: Jetzt lassen sich aus dem kalorienarmen Gemüse viele leckere Gerichte zaubern. Doch was passiert, wenn du jeden Tag Zucchini isst?

Die klassische längliche, grüne Zucchini sieht zwar ein bisschen aus wie eine Gurke, gehört jedoch zur Familie der Kürbisgewächse. Im Italienischen bedeutet „zucca“ Kürbis und mit der Verkleinerungsform „-ini“ am Ende bedeutet Zucchini so viel wie „kleine Kürbisse“. Während im Italienischen „Zucchini“ die Mehrzahl und „Zucchino“ die Einzahl ist, hat sich im Deutschen auch für die einzelne Frucht der Plural durchgesetzt.

Italien liebt Zucchini, Deutschland ist zurückhaltender

Italien ist das Zucchiniland: Bereits seit dem 17. Jahrhundert werden Zucchini dort verwendet und es gibt sogar einen speziellen Feiertag: Der 7. Mai ist der „Giorno dello Zucchetto“, an dem traditionell mit der Aussaat begonnen wird.

In Deutschland sind Zucchini weniger populär; erst seit den 70er Jahren werden sie in der deutschen Küche verwendet. In der Statistik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden sie nicht extra aufgeführt, sondern unter „sonstiges Gemüse“ eingeordnet. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) werden in Deutschland pro Kopf und Jahr etwa zwei Kilogramm Zucchini gegessen.

Die Hauptsaison für Zucchini ist von Mitte Mai bis Ende Oktober. Außerhalb der Saison werden Zucchini aus Italien, Spanien, der Türkei und dem Balkan importiert.

Milder Geschmack und dennoch große Vielfalt

Oft wird behauptet, dass Zucchini langweilig schmecken, da sie kein besonders ausgeprägtes Aroma haben. Man kann darin jedoch auch einen Vorteil sehen: Mit ihrem milden, dezent fruchtigen und leicht nussigen Geschmack ist die Zucchini extrem wandelbar. Das Fruchtgemüse lässt sich kochen, grillen, braten, marinieren, panieren und ist sogar roh essbar. Besonders gut passt sie zu anderen typischen Gemüsesorten der mediterranen Küche wie Tomaten, Auberginen und Paprika – beispielsweise in Form von Ratatouille.

Dank des milden Aromas kann man Zucchini nicht nur für herzhafte Gerichte verwenden, sondern auch als Zutat für süßen Kuchen. Die großen leuchtend gelben Blüten gelten als Delikatesse: Sie lassen sich füllen, in Teig hüllen und in heißem Öl ausbacken oder frittieren.

Neben der klassischen länglich-grünen Zucchini gibt es viele weitere Sorten mit verschiedenen Farben und Formen: Das Fruchtgemüse kann länglich, rund, UFO- oder keulenförmig sein und von grün, über gelb und weiß bis hin zu gestreift oder gesprenkelt sein.

Zucchini: Nährstoffe und Kalorien

Zucchini bestehen zum größten Teil aus Wasser: Mit rund 93,5 Prozent Wasseranteil hat das Fruchtgemüse lediglich 21 Kilokalorien auf 100 Gramm. Erwähnenswert sind außerdem der durchschnittlich hohe Gehalt an Vitamin C (17 Milligramm) und Folsäure (10 Mikrogramm) sowie β-Carotin (180 Mikrogramm) und Vitamin B1 (0,21 Milligramm) bezogen auf 100 Gramm. Zudem enthalten Zucchini Eisen, zwar nur etwa ein Milligramm auf 100 Gramm, was aber immerhin das Fünffache des Wertes einer Salatgurke ist. Zucchini haben außerdem einen hohen Anteil an Antioxidantien und Ballaststoffen.

Übrigens: Zucchini brauchst du nicht zu schälen, waschen genügt. Die Schale enthält Aromastoffe, liefert Ballaststoffe und sorgt dafür, dass das Gemüse beim Zubereiten nicht so stark zerfällt.

Jeden Tag Zucchini: Das sind die Folgen

Wer es den Italiener:innen nachmacht und regelmäßig Zucchini isst, kann von den gesundheitlichen Vorteilen profitieren.

Gesundheitliche Vorteile

Risiken, wenn du täglich Zucchini isst

Wenn du viel Zucchini isst, gibt es jedoch auch Risiken, die du kennen solltest:

Wie viel Zucchini pro Tag?

Es gibt keine Empfehlung, wie viele Zucchini du pro Tag essen kannst oder solltest. Grundsätzlich sind mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse am Tag empfehlenswert. Wichtig ist ausreichende Abwechslung: Kombiniere Zucchini mit unterschiedlichen Gemüsesorten, Hülsenfrüchten oder Stärkebeilagen und probiere die vielen verschiedenen Zubereitungsarten aus.

Wer sollte besser keine Zucchini essen?

Das Tolle an Zucchini ist, dass viele Menschen sie gut vertragen und keine Probleme nach dem Verzehr bekommen. Lediglich wenn eine Zucchini bitter schmeckt, solltest du sie besser nicht mehr essen.

Tipp: Weil es bei Zucchini und allen anderen Kürbisgewächsen zu ungewollten Kreuzungen und dadurch zur Bildung des Bitterstoffs Cucurbitacin kommen kann, solltest du Saatgut nicht selbst gewinnen, sondern kaufen.

Utopia.de empfiehlt:

Zucchini sind ein unkompliziertes, vielseitiges Sommergemüse – besonders empfehlenswert sind sie, wenn sie aus regionalem Anbau stammen und gerade Saison haben. Von Mitte Mai bis Ende Oktober bekommst du Zucchini häufig aus Deutschland; dann fallen Transportwege kürzer aus und die Klimabilanz ist meist besser als bei importierter Ware außerhalb der Saison.

Achte außerdem möglichst auf Bio-Qualität: Sie reduziert das Risiko von Pestizidrückständen und unterstützt eine Landwirtschaft, die ohne chemisch-synthetische Pestizide auskommt. Wenn du Zucchini selbst anbaust oder auf dem Markt kaufst, gilt dennoch immer: bitter schmeckende Früchte nicht essen, sondern entsorgen.

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