„Kann nicht sein“: Falschparker verursachen täglich Chaos vor Schulen in München
„Kann nicht sein“: Falschparker blockieren täglich Schulen in München – Erzieher müssen Schüler abholen
Stand: 22.08.2026, 12:00 Uhr
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Schulbusse können nicht in der Anfahrtszone halten und müssen im fließenden Verkehr stoppen. Erzieher holen die geistig eingeschränkten Schüler dann auf der Straße ab.
Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt – Jeden Morgen spielt sich das gleiche Szenario am Gärtnerplatz ab: Die Anfahrtszone für die Kleinbusse und Taxen der Mathilde-Eller-Schule in der Klenzestraße 27 ist komplett von Falschparkern verstellt. Die Busse müssen deshalb im fließenden Verkehr halten und Erzieher der Förderschule müssen die Schüler abholen und zur Schule bringen. Gefährliche Szenen, die nun auch den Bezirksausschuss (BA) Ludwigs- und Isarvorstadt beschäftigen.

Falschparker blockieren täglich Förderschule am Gärtnerplatz – Stau behundert auch Grundschüler
„Unsere geistig eingeschränkten Schüler können nicht alleine am Straßenverkehr teilnehmen und kommen aus der ganzen Stadt. Sie können deshalb auch nicht alleine am Gärtnerplatz aussteigen und die Straße überqueren“, sagt Rektorin Ulrike Stöger. „Wir haben schon x-mal die Polizei gerufen, aber Strafzettel stören die Falschparker wenig, und bis diese abgeschleppt sind, hat der Unterricht längst begonnen. In der Zwischenzeit habe ich fast resigniert“, so Stöger. Nun hat die neue Beauftragte für Schulwegsicherheit, Henriette Kuhrt (Grüne), diese Schulweggefahren beobachtet und das Thema erneut aufgegriffen.

„Es kann nicht sein, dass die rund 150 Schüler jeden Morgen mühsam durch den fließenden Verkehr gelotst werden müssen, bloß weil immer falsch geparkt wird“, sagt sie. Zudem behindere der Stau der Kleinbusse und Taxen auch die Schüler der Grundschule am Gärtnerplatz, die sich im gleichen Gebäude befindet. „Für die Kleinen ist das Getümmel sehr unübersichtlich. Viele Eltern kommen zudem mit dem Lastenfahrrad und können kaum mehr bis zur Schule durchkommen“, sagt Kuhrt. „Dazu kommt, dass viele Autofahrer vor dem Schuleingang in der Klenzestraße rücksichtslos drängeln, hupen und, wenn es dann geht, einfach Gas geben“, schildert die Rektorin die täglichen Zustände.
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Der Vorschlag für mehr Schulwegsicherheit, dem alle Lokalpolitiker im BA zugestimmt haben, lautet deshalb: Die Klenzestraße soll zwischen Gärtnerplatz und Buttermelcherstraße an allen Schultagen zwischen 7.30 und 8.30 Uhr komplett für den Autoverkehr gesperrt werden. Dann könnten alle Schüler auf dieser Schulstraße ohne Gefahren und Gedränge in die Schule kommen. Für Radler bleibt der Straßenabschnitt passierbar.
Rektorin fordert mehr Polizeikontrollen
„Unsere Schulkinder sollten sich sicher im öffentlichen Raum bewegen können und einen angenehmen Schulweg haben“, sagt Stöger. Außerdem sollte das Halteverbot für die Zonen für die Schulbusse erweitert werden und bereits ab 6 Uhr morgens statt wie bisher ab 7 Uhr gelten. Dann bliebe genügend Zeit, die Falschparker abzuschleppen. Die Polizei solle die Einhaltung dieser Haltezonen konsequent überwachen und Verstöße ahnden.
Dass konsequente Kontrollen Wirkung zeigen, lässt sich an der Lieferzone des Netto-Marktes neben der sogenannten großen Klenzeschule auf Hausnummer 48 beobachten. Dort wird das Haltverbot inzwischen weitgehend eingehalten, nachdem Verstöße regelmäßig durch Abschleppen geahndet wurden.