Nur noch 31 Prozent glauben noch an Merz als Kanzler bis Jahresende – Wahlen könnten entscheiden


Kanzlertausch noch 2026? 48 Prozent glauben nicht mehr an Merz – zwei Wahlen werden zum Schlüsseltest

Stand: 18.09.2026, 07:41 Uhr

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Die Zweifel an Friedrich Merz wachsen auch in den Umfragen. Trotzdem will er um sein Amt kämpfen. Vor allem eine Wahl könnte die Lage verschärfen.

Berlin – Ist Friedrich Merz am Ende des Jahres noch im Amt? Etwa die Hälfte der Menschen in Deutschland glaubt nicht daran. Das zeigt eine neue Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov*. Demnach rechnen 48 Prozent der Befragten damit, dass Merz zum Jahreswechsel nicht mehr Bundeskanzler sein wird. Nur 31 Prozent glauben dagegen, dass der CDU-Vorsitzende über diesen Zeitpunkt hinaus im Amt bleibt. 21 Prozent machten keine Angaben.

Friedrich Merz steht unter Druck. Die CDU-Ministerpräsidenten stellen sich hinter ihn – zumindest vorerst.

Die politische Zukunft von Kanzler Friedrich Merz bleibt ungewiss. © Christoph Soeder / dpa

Seit dem Debakel der CDU in Sachsen-Anhalt steht Merz schwer unter Druck. Seit Tagen wird darüber spekuliert, ob er sich im Amt halten kann. Zugleich machte immer häufiger ein böses Wort die Runde durch das politische Berlin: „Kanzlertausch“. Zwar haben ihm die acht CDU-Ministerpräsidenten öffentlich Rückendeckung gegeben, doch bei weiteren Niederlagen der CDU bei den Wahlen am Sonntag (20. September) könnte eine neue Lage entstehen.

Neue Umfrage zu Merz: Fast jeder Zweite erwartet Kanzlerwechsel vor Jahresende

Besonders die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern könnte Merz zum Verhängnis werden. In einer am 17. September veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für ein ZDF-„Politbarometer Extra“ kommt die CDU nur noch auf 6 Prozent der Stimmen. Auch alle anderen Umfragen vor der MV-Wahl 2026 kommen auf ähnliche Werte. Damit droht den Christdemokraten der Absturz in nie gekannte Tiefen, wie auch ein Blick auf die schlechtesten Ergebnisse der CDU bei Landtagswahlen zeigt:

Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin könnten Lage für Merz ändern

Etwas besser sieht es für die CDU bei der Berlin-Wahl aus. Dort liefert sich die CDU mit der Linken ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz. Aber: Die Umfragen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus zeigen, dass sie den Posten des Regierenden Bürgermeisters verlieren könnte. Auf jeden Fall drohen auch hier deutliche Verluste.

Auch die persönlichen Umfragewerte des Kanzlers sind seit seinem Amtsantritt vor knapp 16 Monaten drastisch gesunken. So zeigten sich Anfang September im ARD-Deutschlandtrend nur noch 13 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden. Das ist der bisher niedrigste im Deutschlandtrend gemessene Wert für einen amtierenden Kanzler. Eins hat Merz aber bereits klargestellt: Er will auf jeden Fall um sein Amt kämpfen. „Aufgeben ist für mich keine Option“, sagte er nach dem Debakel von Sachsen-Anhalt. (Quellen: YouGov-Umfrage, Daten Landeswahlleitungen, dpa) (cs)

*Hinweis: Bei der „YouGov Frage des Tages“ wurden am 17. September 2026 insgesamt 1611 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Die Frage lautete: Glauben Sie, dass Friedrich Merz am Ende des laufenden Jahres noch Bundeskanzler sein wird oder wird er nicht mehr Bundeskanzler sein? Antwort 1: Wird am Ende des laufenden Jahres noch Bundeskanzler sein; Antwort 2: Wird am Ende des laufenden Jahres nicht mehr Bundeskanzler sein; Antwort 3: Weiß nicht / keine Angabe.