Lärm kilometerweit zu hören: Anhaltendes Hämmern nervt Bürger – Rätsel über Ursache gelöst
Stand: 22.08.2026, 07:42 Uhr
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Seit Tagen hören Wolfratshauser immer wieder dumpfe Schläge – teilweise bis nach Waldram. Jetzt ist klar, woher das Hämmern kommt und wie lange es noch dauert.
Wolfratshausen – Seit Tagen ist es in Wolfratshausen kaum zu überhören: Immer wieder hallt ein dumpfes Hämmern durch die Flößerstadt. Über den Tag verteilt sind die Schläge zu hören – nach Angaben mehrerer Leser teilweise sogar bis nach Waldram. „Langsam geht es schon ein wenig auf die Nerven“, schreibt ein Bürger unserer Zeitung. Doch woher kommt der Lärm? Und vor allem: Wie lange müssen die Wolfratshauser ihn noch aushalten?
Verdacht fällt schnell auf riesige Abrissbaustelle
Die Stadtverwaltung hatte schnell einen Verdacht: Die Geräusche könnten von der Baustelle an der Pfaffenrieder Straße auf dem ehemaligen „Haupt Pharma“-Gelände stammen. Dort wird derzeit ein riesiger Gebäudekomplex abgerissen. Jahrzehntelang produzierte und verpackte der Konzern Haupt Pharma dort Produkte für die Pharma- und Gesundheitsindustrie. Ende 2023 schloss die zur Aenova-Gruppe gehörende Firma den Standort. Seither standen große Teile des Geländes leer. Nun soll sich das mehrere Hektar große Areal grundlegend verändern. Auf dem Areal will der niederländische Konzern CTP einen neuen Gewerbepark errichten (wir berichteten).
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CTP bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die dumpfen Schläge von den Abrissarbeiten stammen. „Aktuell wird unter anderem die Bodenplatte eines ehemaligen Hochregallagers zurückgebaut. Aufgrund ihrer besonderen Stärke ist dafür punktuell der Einsatz eines schweren Abbruchgeräts erforderlich“, erklärt Konzernsprecher Puyan Ataherian. Dabei entsteht das hämmernde Geräusch, das offenbar weit ausstrahlt: Vom Gelände bis zum Stadtteil Waldram sind es rund zwei Kilometer.
Massive Bodenplatte sorgt für das laute Hämmern
Die Arbeiter versuchen dabei nach Angaben des Unternehmens, den Lärm so gering wie möglich zu halten. Dafür wurde die massive Bodenplatte bereits vorab in einzelne Abschnitte zerschnitten. So soll das schwere Abbruchgerät – und damit auch das weithin hörbare Hämmern – nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich nötig ist.
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Ganz vorbei ist es mit den dumpfen Schlägen allerdings noch nicht. Die Abrissarbeiten werden voraussichtlich weitere zwei Wochen dauern. In dieser Zeit könne das Abbruchgerät immer wieder zum Einsatz kommen. „Wir bemühen uns jedoch, dies soweit wie möglich zu vermeiden und die Beeinträchtigung für das Umfeld auf das notwendige Maß zu beschränken“, versichert Ataherian.