Lese-Event in Homburg: Vorbereitungen für die „Hom-Buch“ laufen – welche Termine bereits ausverkauft sind
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Lese-Event in Homburg Vorbereitungen für die „Hom-Buch“ laufen – welche Termine bereits ausverkauft sind
Homburg · Namhafte Gäste haben sich für die „Hom-Buch“ angesagt, die vom 12. bis 21. Oktober stattfindet. Zwei Veranstaltungen sind bereits ausverkauft. Für welche Termine es noch Karten gibt.
03.09.2026 , 07:00 Uhr
In der Galerie von Julia Johannsen geht es diesmal um den Schriftsteller Siegfried Lenz. Eine illustre Gästeschar wird erwartet.
Foto: Thorsten Wolf
Bis zum Homburger Leseevent „Hom-Buch“ sind es noch knapp anderthalb Monate – doch die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Vom 12. bis 18. Oktober und beim großen Abschlussabend am 21. Oktober begrüßt die „Hom-Buch“ wieder zahlreiche prominente Gäste in Homburg. Sie lesen aus eigenen Büchern oder Werken bekannter Schriftsteller, diskutieren mit dem Publikum und gewähren dabei Einblicke in ihr Schaffen und bisweilen auch in ihr persönliches Leben.
Die „Hom-Buch“ ist inzwischen eine feste Größe im Homburger Kulturkalender. So verwundert es kaum, dass bereits sechs Wochen vor Beginn des Events und nach Bekanntgabe der aktuellen Teilnehmerliste einige Veranstaltungen ausverkauft sind. Für die Abende mit der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (16. Oktober) und dem Extremismusexperten Ahmad Mansour (13. Oktober), die beide im Siebenpfeifferhaus angesetzt sind, gibt es keine Tickets mehr.
Organisatoren sind mit dem Verlauf des Vorverkaufs zufrieden
Dementsprechend zufrieden sind die Organisatoren. Vera Backes vom „Hom-Buch“-Team wundert dabei weniger, dass Alice Schwarzer so schnell ausverkauft war, „davon sind wir eigentlich ausgegangen“. Sie freut sich aber besonders, dass auch die Veranstaltung mit Mansour beim Publikum so gut ankommt. Und das bei einem schwierigen Thema. Mansour liest aus seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“. Er ist arabischer Israeli mit deutscher Staatsangehörigkeit. Er arbeitet in Projekten gegen Extremismus und engagiert sich gegen Antisemitismus.
Die einzelnen Termine der „Hom-Buch“ finden wie immer an verschiedenen Orten statt. Neben dem Siebenpfeifferhaus und der Galerie Johannsen wird in diesem Jahr erneut das Eden-Kino genutzt mit der Preview der Literaturverfilmung „Liebhaberinnen“ nach Elfriede Jelinek. Regisseurin Caroline „Koxi“ Kox präsentiert hier ihren auf der Berlinale uraufgeführten Debütfilm persönlich und spricht mit Moderator Peter König über die filmische Umsetzung eines literarischen Klassikers. Hierzu gibt es noch Eintrittskarten.
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Foto: Stefan Holzhauser
Das Waldstadion ist diesmal in die „Hom-Buch“ eingebunden
Erstmals dient in diesem Jahr das altehrwürdige Waldstadion als Location – und zwar, wenn der langjährige Trainer des SC Freiburg und heutige TV-Experte Christian Streich zu Gast ist. Ein besonderer Ort für Streich: Hier stand er einst selbst zwei Saisons lang als Spieler des FC Homburg auf dem Platz. Vor Ort unterhält sich der Kulttrainer am 14. Oktober, 19 Uhr, mit Moderator Thomas Wollscheid über seine Lieblingsbücher – und vieles mehr. Die Zuhörerinnen und Zuhörer nehmen auf der Haupttribüne Platz während für die beiden Matadoren unmittelbar davor eine Bühne errichtet wird – ganz nah am Publikum. Die Signierstunde im Anschluss an den öffentlichen Teil ist in der Vip-Lounge des Stadions geplant. Da auf der Tribüne ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, sind für das Streich-Event noch Tickets erhältlich.
Siegfried Lenz ist Thema in der Galerie Johannsen
Fester Bestandteil des „Hom-Buch“-Programms sind Jahr für Jahr die Termine in der Galerie von Julia Johannsen in der Saarbrücker Straße. Diesmal geht es um Siegfried Lenz, der in diesem Jahr 100. Geburtstag gefeiert hätte. Zu Gast am Samstag, 17. Oktober, 17 und 18.30 Uhr, ist diesmal der Verleger, Literaturmanager und Vorstand der gemeinnützigen Siegfried-Lenz-Stiftung, Günter Berg, der einen persönlichen Blick auf Werk und Leben von Lenz werfen wird, mit dem er eng befreundet war.
Kombiniert wird dies mit der Vernissage zur neuen Ausstellung „Bin am Meer, kann sein, dass…“. Die Verbindung zu Lenz, der 2014 gestorben ist, rührt daher, da dieser oft maritime Schauplätze als „Seelen-Landschaften seiner Erzählungen und Romane“ wählte, so Julia Johannsen gegenüber unserer Zeitung. Zu sehen sind Werke von Johannsen selbst, von Martin Feifel (beides Malerei) und Alexander Palm (Foto und Film). Zudem werden Arbeiten junger Grafiker zu Siegfried Lenz gezeigt, kündigt die Galeristin an. Karten im offenen Verkauf sind zwar bereits vergriffen, es besteht aber noch die Möglichkeit, über Julia Johannsen selbst Tickets zu erhalten. Anfragen per E-Mail unter [email protected]. Der Eintritt ist frei.
Zum Abschluss steigt im Saalbau das Rilke-Projekt
Die gibt es im Übrigen auch noch für die Auftaktveranstaltung am 12. Oktober im Siebenpfeifferhaus, wenn der bekannte Musiker und künstlerische Leiter der Musikfestspiele Saar, Bernhard Leonardy, mit den Journalisten, Moderatoren und Musikern, Roland Kunz und Susanne Wachs, einen besonderen Abend zwischen Literatur, Musik und persönlichen Momenten gestaltet.
An gleicher Stelle spricht der Herzchirurg Rüdiger Lange am 18. Oktober, 11 Uhr, über sein Buch „Herzblut – Spitzenchirurgie zwischen Leben und Tod“. Für beide Termine gibt es ebenfalls noch Karten. Ebenso zur großen Abschlussveranstaltung am Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr, mit dem Rilke-Projekt im Kulturzentrum Saalbau. Zum 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke interpretieren die bekannten Schauspieler Dietmar Bär und Pasquale Aleardi sowei Schauspielerin Nina Hoger die Texte als Sprecher. Florian Künstler tritt als Sänger auf, gemeinsam mit Richard Schönherz am Flügel und einer hochkarätig besetzen Live-Band.
Tickets zu den genannten Veranstaltungen gibt es in der Tourist-Info Homburg, Talstraße, in der Buchhandlung Hahn in Limbach, Hauptstraße, und über Ticket regional.