Nach Schließung von Hellweg: Neuer Baumarkt eröffnet im Ruhrgebiet


Stand: 03.09.2026, 07:00 Uhr

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Aktuell noch in der Einrichtungsphase, wird der Standort Ende September eröffnet. Das Bild zeigt die künftige Führungsmannschaft.

Aktuell noch in der Einrichtungsphase, wird der Standort Ende September eröffnet. Das Bild zeigt die künftige Führungsmannschaft. © Manuel Löhmann/BAUHAUS AG.

Bauhaus eröffnet Ende September ein neues Fachzentrum in Gelsenkirchen. Der Markt im ehemaligen Hellweg ist deutlich größer als der frühere Standort.

Gelsenkirchen – Während die insolvente Baumarktkette Hellweg vor einer weitgehenden Zerschlagung steht und mehrere NRW-Filialen bis Ende November 2026 schließen sollen, tut sich im Ruhrgebiet zeitgleich Neues: Bauhaus eröffnet Ende September ein neues Fachzentrum in Gelsenkirchen. Es ist die Rückkehr des Unternehmens in die Stadt nach rund 20 Jahren Pause – zuletzt hatte der Konzern dort von 1991 bis 2007 einen deutlich kleineren Markt betrieben.

Der neue Standort an der Grothusstraße 22 entsteht in einer umfassend modernisierten Gewerbeimmobilie und bringt es auf mehr als 13.000 Quadratmeter Verkaufsfläche – gut viermal so groß wie der frühere Bauhaus-Markt in der Stadt. Ab dem 24. September können Kundinnen und Kunden dort einkaufen. Auf sie warten nach Angaben des Unternehmens 15 Fachabteilungen mit mehr als 50.000 Produkten vor Ort sowie ein Onlineshop-Sortiment von rund 160.000 weiteren Artikeln.

Bauhaus kehrt zurück – und baut in Gelsenkirchen groß aus

Für den Betrieb stellt Bauhaus demnach mehr als 50 Mitarbeiter ein, darunter über 30 Fachberater und zwei Auszubildende. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Gewerbekunden: Mit dem sogenannten Profi Depot und zwei eigenen Großkundenberatern bündelt das Unternehmen Leistungen wie Projektbetreuung, Großmengenpreise und Lieferservices für professionelle Anwender aus der Region.

Ergänzt wird das Fachzentrum durch einen rund 3.200 Quadratmeter großen Außenbereich für Garten- und Balkonartikel, eine Abholstation für vorbestellte Ware sowie einen Automaten zum Tausch von Gasflaschen. Angebunden ist der Standort über die Anschlussstelle 16 der A42; vor Ort stehen mehr als 230 Parkplätze sowie vier Ladesäulen mit acht Ladepunkten zur Verfügung. „Nach fast 20 Jahren ist es schön, in die Stadt zurückzukehren und Ende September ein weiteres modernes Fachcentrum im Ruhrgebiet zu eröffnen“, sagt Markus van Osenbrüggen, künftiger Geschäftsleiter des Standorts.

Die Neueröffnung in Gelsenkirchen fällt in eine Phase, in der sich die Baumarktlandschaft im Ruhrgebiet spürbar verschiebt: Hellweg hatte im Zuge seiner Insolvenz Interesse mehrerer Wettbewerber – darunter auch Bauhaus – an einzelnen Standorten bestätigt, ohne dass bislang eine Übernahme des Gelsenkirchener Areals damit in Verbindung stand. Ob und wie stark sich der Rückzug von Hellweg langfristig auf das Marktgefüge in der Region auswirkt, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen, wenn feststeht, welche Filialen tatsächlich schließen.