Lindenhof-Alm in Kriftel eröffnet: Holzhaus mit Möbeln vom Meisterturm


Stand: 14.09.2026, 19:00 Uhr

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Die Lindenhof-Alm der Gebrüder Hoss in Kriftel. Das Mobiliar stammt vom Meisterturm.

Die Lindenhof-Alm der Gebrüder Hoss in Kriftel. Das Mobiliar stammt vom Meisterturm. © VIVIEN HERRMANN FOTOGRAFIE

Die Gebrüder Hoss eröffnen in Kriftel am Samstag, 19. September, eine Straußwirtschaft mit Alm-Flair. Die Möbel kommen von der geschlossenen Gaststätte Meisterturm.

Kriftel – Über das Lob der Fachleute hat Markus Hoss sich riesig gefreut: „Die Leute vom Gesundheitsamt waren ganz begeistert, als sie die Anlage abgenommen haben. Sie sagten, dass alles tip-top ist und sie gerne mal privat auf einen Schoppen kommen werden.“

Gelegenheit dazu ist erstmals am Samstag, 19. September, 17 Uhr, wenn die „Lindenhof-Alm“ direkt am Obsthof der Familie in der Hattersheimer Straße 2 eröffnet wird. In Eigenleistung haben der 46-jährige Markus Hoss und sein Bruder Michael unter Anleitung eines pensionierten Zimmerermeisters Erstaunliches vollbracht: Ein „fast unmögliches Holzpuzzle“, wie sie sagen, wurde gelöst. Die neue Straußwirtschaft ist zweigeschossig mit doppelten Blockbohlenwänden gebaut. Auf 75 Quadratmetern können nun Gäste bewirtet werden.

Das Interieur der von den Hoss-Brüdern in Eigenleistung gebauten Lindenhof-Alm an der Hattersheimer Straße.

Das Interieur der von den Hoss-Brüdern in Eigenleistung gebauten Lindenhof-Alm an der Hattersheimer Straße. © VIVIEN HERRMANN FOTOGRAFIE

Die Alm stand in sage und schreibe 14 Tagen. „Wegen der Witterung musste es so schnell gehen“, sagt Markus Hoss, „Regenwasser durfte nicht in die Wände laufen.“ Der Innenausbau habe dann natürlich länger gedauert, insgesamt war man rund eineinhalb Jahre mit dem Projekt beschäftigt – und zwar neben dem ohnehin arbeitsintensiven Betrieb des Obsthofs. Erfahrungen im Hausbau hatten sie nicht, „aber wir sind alle handwerklich begabt“. 40 Sitzplätze pro Straußwirtschaft erlaubt das Gaststättengesetz; am Samstag und Sonntag dieser Woche werde jedoch niemand weggeschickt, wenn er auf ein Glas hereinschaue. Wer sicher einen Platz haben mag, könne sich gerne unter [email protected] anmelden.

Mit Herzrasen, Vorfreude und einer gehörigen Portion Respekt sieht die Familie dem Startschuss entgegen. In der Verwandtschaft gebe es ambitionierte Köche, gleichwohl beschränkt die Karte sich auf Klassiker wie Apfelwein-Bratwurst, deftiges Gulasch, Schnitzel und Handkäs mit Musik, dazu Apfelsaft und -wein sowie Fruchtseccos mit und ohne Alkohol. Zum Einsatz kommen auch die hauseigene Brennerei und Brauerei – eine Win-win-Situation für den Lindenhof, denn auf diese Weise können hauseigene Produkte verarbeitet werden.

Dem benachbarten Obsthof am Berg mit seinen edlen Bränden werde keine Konkurrenz gemacht: „Dazu sind wir viel zu klein. Wir haben ein super Verhältnis zur Familie Henrich. Von daher war auch klar, dass wir erst eröffnen, wenn der Obsthof am Berg seine Straußwirtschaft wie üblich Ende August geschlossen hat.“ Vier Monate im Jahr darf eine solche Gastronomie die Pforten öffnen; die Lindenhof-Alm empfängt daher bis Ende des Jahres ihre Gäste. Dann werde man schauen, wie viel Anklang das Konzept gefunden hat.

Markus Hoss läutet zur Eröffnung der Alm.

Markus Hoss läutet zur Eröffnung der Alm. © VIVIEN HERRMANN FOTOGRAFIE

Ziel sei, donnerstags bis sonntags zu öffnen, aber das stehe noch nicht fest, sagt Hoss. Freunde des Einkehrens am Meisterturm jedenfalls werden ein Déjà-vu haben: Tische, Stühle und andere Einrichtungsgegenstände der geschlossenen Gastwirtschaft wurden dort aus- und in der Alm eingebaut. Mit den bisherigen Pächtern am Kapellenberg sei man befreundet.

„So etwas wie eine Alm gibt‘s sonst weit und breit nicht. Sie wird Früchte tragen“, ist Hoss überzeugt.