München Klinik erhält Zukunftspreis für Notfallprojekt zu Geschlecht und Kultur in der Versorgung


Stand: 09.10.2026, 14:07 Uhr

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München

In München erhält die München Klinik den vdek-Zukunftspreis für ihr Notfallmedizin-Projekt. (Symbolbild) © IMAGO / Wolfgang Maria Weber

Die München Klinik erhält einen Preis für ein Projekt, das Patienten in der Notfallmedizin individueller versorgen soll.

München – Das Projekt „Culture, Sex & Gender in der Notfallmedizin“ der München Klinik hat den ersten Preis des vdek-Zukunftspreises 2026 erhalten. Das teilt die Stadt München mit. Ausgezeichnet wird damit ein Ansatz, der geschlechterbezogene und kulturelle Unterschiede in der Notfallversorgung stärker in den Blick nimmt. Die Entwicklung und die Pilotphase des Projekts förderte das Gesundheitsreferat, das die weitere Umsetzung auch künftig eng begleitet.

Schulungsprogramm der München Klinik sorgt für Zukunftspreis in der Notfallversorgung

Im Zentrum des Projekts steht ein interprofessionelles Schulungsprogramm für alle Berufsgruppen in der Notfallmedizin. Die Beschäftigten sollen künftig stärker berücksichtigen, dass sich Erkrankungen und Beschwerden je nach Geschlecht und kulturellem Hintergrund unterschiedlich zeigen können. Auch Kommunikation, Diagnostik und Therapie können von diesen Faktoren beeinflusst werden. Ziel ist es, die Patientensicherheit und die Qualität der Behandlung zu erhöhen und gleichzeitig die Zufriedenheit der Patienten zu steigern.

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Gesundheitsreferentin Zurek hebt Bedeutung der Sensibilisierung hervor

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek erklärt, eine gute medizinische Versorgung müsse berücksichtigen, dass sich Erkrankungen und Beschwerden je nach Geschlecht und kulturellem Hintergrund unterschiedlich zeigen können. Gerade in der Notfallmedizin, in der häufig unter hohem Zeitdruck entschieden werden müsse, sei die Sensibilität für solche Unterschiede besonders wichtig. Deshalb unterstütze das Gesundheitsreferat das Projekt, das dieses Wissen konkret in die Versorgungspraxis bringe. Auch Dr. Götz Brodermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik, betont, die geschlechterspezifische Medizin sei an der Klinik fest verankert.

Soziale Selbstverwaltung prämiert Projekte für gendergerechte Gesundheit

Der vdek-Zukunftspreis wird seit 2010 von den ehrenamtlichen Vertretern der Versicherten und Arbeitgeber in der Sozialen Selbstverwaltung der Ersatzkassen vergeben. In diesem Jahr stand die Auszeichnung unter dem Motto „Gendergerechte Gesundheitsversorgung“. Gesucht wurden Projekte, die geschlechts- und kulturspezifische Unterschiede in Prävention, Diagnostik und Therapie berücksichtigen und so zu einer bedarfsgerechteren Versorgung beitragen. Thomas Hackenberg, Leiter der vdek-Landesvertretung Bayern, gratuliert der München Klinik und dem Gesundheitsreferat zu der Auszeichnung.

Landesvertretung Bayern lobt patientenorientierte Versorgung

Hackenberg betont, das Projekt leiste einen wichtigen Beitrag zu einer modernen, patientenorientierten und geschlechtersensiblen Gesundheitsversorgung. Es zeige beispielhaft, wie durch mehr Bewusstsein für individuelle Unterschiede eine höhere Versorgungsqualität erreicht werden könne. Das Gesundheitsreferat begleitet das Projekt auch bei der weiteren Umsetzung eng. (Quelle: Landeshauptstadt München)