Münden investiert über eine Million Euro in Tablets und Tafeln
Stand: 22.08.2026, 06:00 Uhr
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Vier Grundschulen in Hann. Münden werden mit 115 Tablets und 17 digitalen Tafeln ausgestattet. In den Herbstferien beginnt die Modernisierung in Hedemünden und Herrmannshagen.
Hann. Münden – Vier der sieben Grundschulen in Münden sollen im Rahmen des Digitalpakts Schule umfassend ausgestattet werden und mehr als eine Million Euro werden dafür investiert, wie die Stadt am Freitagnachmittag bekannt gegeben hat. Insgesamt sollen den Schulen damit in Zukunft 115 Tablets und 17 digitale Tafeln zur Verfügung stehen.
Moderne Infrastruktur an den Schulen
Mit dem Digitalpakt Schule und dem Digitalpakt Schule 2.0 verfolgen Bund und Länder das Ziel, die digitale Infrastruktur an Schulen zu modernisieren. Beim ersten Digitalpakt zwischen 2019 und 2024 wurden laut niedersächsischem Kultusministerium insgesamt 470 Millionen Euro landesweit investiert. Der zweite Digitalpakt läuft laut dem Bundesbildungsministerium voraussichtlich noch bis in das Jahr 2030.
„Mit Tablets, digitalen Tafeln und einem leistungsfähigen WLAN schaffen wir Schritt für Schritt gute Voraussetzungen dafür, dass digitale Medien sinnvoll in den Unterricht eingebunden werden können“, erklärt Bürgermeister Tobias Dannenberg in einer Mitteilung. Die Stadt verfolge dabei als Träger der Grundschulen das Ziel, die Lernorte schrittweise mit einer modernen und verlässlichen digitalen Infrastruktur auszustatten: Man wolle so gute Rahmenbedingungen für zeitgemäßes Lernen und Lehren schaffen.
„Wir hängen zwar insgesamt mit der Digitalisierung noch hinterher, sind aber damit auf einem guten Weg“, sagt Holger Sparbier, Vorsitzender des Mündener Stadtelternrates, auf Anfrage unserer Zeitung zu den Investitionen. Die Entwicklung sei im Sinne des Stadtelternrates. Im vergangenen Jahr sei mit einigen Schulen der erste Schritt gegangen worden, nun folge der zweite. In den weiterführenden Schulen sei man im Vergleich bereits viel weiter, ergänzt Sparbier.
In den bevorstehenden Herbstferien soll laut der Stadt die digitale Ausstattung der Grundschulen Hedemünden und Herrmannshagen stattfinden. Die Grundschule Neumünden soll dann ab dem Jahr 2027 mit der Modernisierung folgen, sowie die Grundschulen in Gimte und Hemeln. An den Grundschulen am Wall und Königshof sind die Modernisierungen bereits abgeschlossen. Am Wall wurde durch die verbesserte Infrastruktur auch der Anschluss von Kameras im Außenbereich ermöglicht: Diese stellen außerdem eine Verbesserung der Sicherheit dar, wie auch Bürgermeister Tobias Dannenberg betont. Wie unsere Zeitung berichtete, konnten die Kameras dort unter anderem zur Anzeige gegen eine illegale Müllentsorgung genutzt werden.
Bislang hat die Stadt nach eigenen Angaben 565.000 Euro in die Digitalisierung der Schulen investiert – 235.000 Euro stammen dabei aus Fördermitteln des Digitalpakts Schule. Als Schulträger musste die Stadt Hann. Münden hier entsprechende Anträge stellen. Verschiedene Fachdienste der Stadt sind dabei an der Umsetzung beteiligt, wie der Fachdienst „Liegenschaft, Hochbau und Sanierung“ oder die EDV-Abteilung.
Weiter heißt es von der Stadtverwaltung, dass sich weitere Fördermöglichkeiten durch den Digitalpakt Schule 2.0 ergeben können. Mehr als fünf Milliarden Euro stehen dort laut Bundesbildungsministerium für eine weitere Modernisierung bereit.
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