Mystery wie „Severance“: 12 Serien, deren Rätsel sich nur schrittweise auflösen
Stand: 18.10.2026, 08:00 Uhr
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Bis zur dritten Staffel von „Severance” dauert es noch. Aber auch andere Serien erzählen geschickt von Rätseln, sterilen Büros und Firmen mit verborgenen Absichten.
1 / 12„Biohackers” lief 2020 und2021 bei Netflix und umfasst zwei Staffeln mit jeweils sechs Folgen. Die deutsche Serie spielt an der Universität Freiburg. Dort beginnt die Medizinstudentin Mia (Luna Wedler) ihr Studium mit einem verborgenen Motiv. Sie gelangt in das Umfeld der Professorin Tanja Lorenz (Jessica Schwarz), deren Genforschung weit über das hinausgeht, was öffentlich bekannt ist. Ähnlich wie bei „Severance” steht eine Forschungseinrichtung im Zentrum, deren tatsächliche Ziele im Verborgenen bleiben. © Marco Nagel/Netflix
2 / 12„Mr. Robot” lief von 2015 bis 2019 beim Sender USA Network. In der Serie spielt Rami Malek den Sicherheitsexperten Elliot Alderson, der unter sozialer Angst leidet. Ein geheimnisvoller Anführer einer Hackergruppe, gespielt von Christian Slater, wirbt ihn für den Kampf gegen einen mächtigen Konzern an. Wie in „Severance” ist die Wahrnehmung der Hauptfigur brüchig, und niemand weiß genau, was echt ist. Malek erhielt 2016 den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie. © USA Network/Sarah Shatz
3 / 12„Black Mirror” ist eine Anthologieserie von Charlie Brooker, die 2011 beim britischen Sender Channel 4 begann und seit 2016 bei Netflix erscheint. Jede Episode erzählt eine abgeschlossene Geschichte mit neuer Besetzung. Dabei verändern erfundene Technologien wie Implantate, Bewertungssysteme oder digitale Kopien das Leben der Figuren. Mehrere Folgen drehen sich um Erinnerung, Überwachung und Kontrolle, ähnlich wie bei „Severance”. Die Reihe wurde mehrfach mit dem Emmy ausgezeichnet. © Channel 4
4 / 12„Silo” läuft seit 2023 bei Apple TV+ und beruht auf den Romanen von Hugh Howey. Die Handlung spielt in einer Zukunft, in der Tausende Menschen in einem unterirdischen Silo leben. Was sie über die Außenwelt wissen dürfen, ist streng geregelt. Rebecca Ferguson spielt die Mechanikerin Juliette, die auf Widersprüche stößt. Zur Besetzung gehören außerdem Common, Tim Robbins und Rashida Jones. Wie in „Severance” setzt sich die Wahrheit nur Stück für Stück zusammen, und eine Institution entscheidet, wer was erfährt. © Apple TV
5 / 12„Dr. Brain” startete 2021 bei Apple TV. Die südkoreanische Miniserie von Kim Jee-woon beruht auf einem Webtoon. Lee Sun-kyun spielt den Hirnforscher Koh Sewon, der seine Familie bei einem rätselhaften Unfall verliert. Mit einer von ihm entwickelten Methode verbindet er sein Gehirn mit denen von Verstorbenen und liest ihre Erinnerungen, um die Ursache aufzuklären. Park Hee-soon und Lee Yoo-young sind in weiteren Rollen zu sehen. Wie bei „Severance” sind Erinnerungen der Schlüssel zur Wahrheit und zugleich unzuverlässig. © AppleTV
6 / 12„Devs” ist eine achtteilige Miniserie, die 2020 bei FX on Hulu erschien und bei Disney+ verfügbar ist. Nach dem Tod ihres Freundes sucht Programmiererin Lily Chan (Sonoya Mizuno) im Tech-Unternehmen Amaya in San Francisco nach Antworten. Weitere Rollen spielen Nick Offerman und Alison Pill. Wie bei „Severance” führt der Weg in einen abgeschotteten Gebäudekomplex, in dem es um freien Willen und Kontrolle geht. © Hulu
7 / 12„Orphan Black” lief von 2013 bis 2017 beim kanadischen Sender Space und bei BBC America. Tatiana Maslany spielt hier die Außenseiterin Sarah Manning, die entdeckt, dass sie eine von mehreren Klonen ist. Maslany verkörpert auch die anderen Frauen, die ihr zum Verwechseln ähnlich sehen. Die Serie hinterfragt, wem ein Körper und eine Identität gehören, wenn andere sie planvoll vervielfältigt haben. Das Thema erinnert an die Aufspaltung in Innie und Outie bei „Severance”. 2024 folgte mit „Orphan Black: Echoes” ein Ableger mit Krysten Ritter. Maslany gewann 2016 den Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie. © BBC America/Space
8 / 12„Osmosis” erschien 2019 bei Netflix und besteht aus acht Folgen. Die französische Serie spielt in Paris, wo ein Start-up an einer Technologie arbeitet, die mithilfe von Daten aus dem Gehirn den idealen Partner finden soll. Agathe Bonitzer Becker und Stéfano Accorsi gehören zur Besetzung. Im Lauf der Handlung zeigt sich, dass der Eingriff in das Innere der Nutzer Folgen hat, die das Unternehmen nicht vorhergesehen hat. Wie bei „Severance” geht es um eine Firma, die auf Erinnerungen und Empfindungen von Menschen zugreift. © Netflix
9 / 12„The Peripheral” erschien 2022 bei Prime Video. Die Miniserie beruht auf einem Roman von William Gibson und stammt von Produzenten, die auch „Westworld” verantworten. Chloë Grace Moretz spielt Flynne Fisher, die in einer Kleinstadt lebt und zunächst glaubt, ein Computerspiel zu testen. Tatsächlich steuert sie Körper in einer Zukunft, in der Machtgruppen um Einfluss ringen. Jack Reynor und Gary Carr gehören zur Besetzung. Wie bei „Severance” erledigt eine Figur eine Aufgabe, deren wahren Zweck sie nicht überblickt. © Amazon Studios
10 / 12Die Miniserie „Maniac” erschien 2018 bei Netflix. Emma Stone und Jonah Hill spielen darinzwei Fremde, die an einer Medikamentenstudie eines Pharmaunternehmens teilnehmen. Die Behandlung soll seelische Wunden heilen und lässt die beiden stattdessen durch wechselnde Traumwelten wandern. Regie führte Cary Joji Fukunaga, in weiteren Rollen sind Justin Theroux und Sally Field zu sehen. Wie in „Severance” greift eine Firma mit sachlicher Fassade in die Psyche von Menschen ein. © Netflix
11 / 12„Upload” lief von 2020 bis 2025 bei Prime Video und umfasst vier Staffeln. Entwickelt wurde die Serie von Greg Daniels, der auch an „The Office” beteiligt war. In der Serie können Sterbende ihr Bewusstsein in eine digitale Nachwelt übertragen lassen, die ein Unternehmen betreibt. Leistungen werden dort wie in einem Hotel abgerechnet. Robbie Amell spielt den verunglückten Nathan, Andy Allo die Kundenbetreuerin Nora. Der trockene Humor erinnert an die Bürosatire von „Severance”, ebenso die Frage, wie viel Kontrolle eine Firma über ein Bewusstsein hat. © Amazon Prime Video
12 / 12„The Consultant” erschien 2023 bei Prime Video und besteht aus acht Folgen. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Chefs bekommen die Angestellten des Spielestudios CompWare einen neuen Berater, den undurchsichtigen Regus Patoff, gespielt von Christoph Waltz. Nat Wolff und Brittany O’Grady spielen zwei Mitarbeiter, die Patoffs Vergangenheit nachgehen. Die Serie beruht auf einem Roman von Bentley Little und verbindet Bürosatire mit Horror, ähnlich wie „Severance”. © Amazon Prime Video Konzerne und Mystery „Severance ” hat seit dem Start 2022 bei AppleTV eine riesige Fangemeinde gewonnen. Die Serie von Dan Erickson, bei der Ben Stiller als ausführender Produzent und Regisseur beteiligt ist, erzählt von Angestellten des Konzerns Lumon Industries. Ihre Erinnerungen wurden per Eingriff in Arbeits- und Privatleben getrennt. Kritikerlob für die Serie sowie die Hauptdarsteller Adam Scott , Britt Lower und Tramell Tillman zeigen, dass die Mischung aus Mystery, Satire und Psychothriller auch in der Branche ankam. Eine dritte Staffel ist bestätigt, doch bis zum Start müssen sich die Fans noch gedulden.
Identität und Erinnerung als Motive So lange können sie sich verwandten Serien widmen, die wiederkehrende Elemente von „Severance“ teilen. Dazu zählen Unternehmen mit unklaren Absichten, Figuren mit gespaltener oder manipulierter Identität und Rätsel, die sich nur schrittweise lösen. „Orphan Black ” und „Dr. Brain ” stellen Erinnerung und Selbst in den Mittelpunkt. „Silo ” und „Devs ” spielen in abgeschotteten Welten, in denen Wissen streng kontrolliert wird. „Black Mirror ” stellt ähnliche Fragen in abgeschlossenen Episoden, „Mr. Robot ” in der Sicht eines Hackers, dessen Wahrnehmung nicht verlässlich ist.
Originalserien von Prime Video Auffällig ist der Anteil von Prime Video . Mit „Upload ”, „The Consultant ” und „The Peripheral ” stammen drei Originalserien der Auswahl von dem Dienst, und jede trifft einen anderen Ton. „Upload” setzt auf trockenen Humor, „The Consultant” auf Büro-Horror mit Christoph Waltz und „The Peripheral” auf Science-Fiction nach William Gibson.
Severance-Alternativen: Jede Serie mit anderem Schwerpunkt Eine Kopie von „Severance” ist keine dieser Serien. Jede greift einen Aspekt heraus, sei es die Kontrolle durch einen Konzern, die Zersplitterung der Person oder das langsame Entschlüsseln eines Geheimnisses. Für die Wartezeit auf neue Folgen stehen damit unterschiedliche Geschichten bereit, vom bitteren Humor bis zum stillen Rätsel.