Nachwuchs im Dortmunder Zoo – zwölf Baby-Löwen zur Welt gebracht


Stand: 03.08.2026, 17:19 Uhr

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Im Zoo Dortmund haben zwei Löwinnen insgesamt zwölf Junge bekommen. Zuri und Saba bleiben mit dem Nachwuchs vorerst hinter den Kulissen. Der Zoo verzichtet zunächst sogar auf Untersuchungen.

Dortmund – Im Zoo Dortmund hat es Nachwuchs bei den Löwen gegeben – und zwar in ungewöhnlich großem Umfang: Wie die Stadt Dortmund bestätigte, haben die beiden fünfjährigen Löwinnen Zuri und Saba insgesamt zwölf Jungtiere zur Welt gebracht. Zuri gebar demnach am 28. Juli fünf Junge, Saba folgte am 31. Juli mit sieben weiteren Jungtieren. Vater aller zwölf Tiere ist der sechsjährige Löwe Boeti. Es ist der erste Nachwuchs, seit die drei Großkatzen im Zoo Dortmund leben.

Nachwuchs bei den asiatischen Löwen im Kölner Zoo

Es gibt Nachwuchs im Dortmunder Zoo. (Symbolbild) © Henning Kaiser/dpa

Nach Angaben des Zoos kommen bei Löwen normalerweise ein bis sechs Jungtiere pro Wurf zur Welt, größere Würfe seien aber ebenfalls möglich. Die Anzahl von insgesamt zwölf Jungtieren stufe man daher als groß, aber natürlich ein. Jede Löwin lebt mit ihrem Nachwuchs derzeit in einer eigenen Wurfbox hinter den Kulissen des Löwenhauses, um den Tieren eine ruhige Umgebung zu ermöglichen; auch Vater Boeti halte bewusst Abstand. Das Löwenhaus bleibt deshalb vorerst für Besucherinnen und Besucher geschlossen.

Zoo Dortmund hält Abstand – und lässt Löwenjunge in Ruhe

Zum Gesundheitszustand von Müttern und Jungtieren äußerte sich der Zoo nur eingeschränkt: Man beobachte die Tiere regelmäßig, verzichte aber bewusst auf eine tierärztliche Untersuchung, um die Bindung zwischen Müttern und Jungen nicht zu stören. Deshalb seien auch die Geschlechter der Jungtiere noch unbekannt; ein erster Gesundheitscheck sowie erste Impfungen sollen erst zu einem späteren, noch nicht festgelegten Zeitpunkt erfolgen. Nach Darstellung des Zoos kümmern sich beide Löwinnen aktuell aufmerksam um ihren Nachwuchs und säugen alle Jungtiere.

Der WDR hatte zuvor unter Berufung auf eine anonyme Quelle berichtet, Löwenjunge sollten eingeschläfert werden, falls ihre Mütter sie nicht annehmen. Die Stadt Dortmund äußerte sich dazu auf wa.de-Nachfrage bislang nicht, auch die aktuelle Pressemitteilung geht darauf nicht ein.

Sobald sich die Jungtiere gut entwickeln und die Witterung mitspielt, sollen sie erstmals die Außenanlage erkunden – einen festen Termin gibt es dafür noch nicht. Bis dahin bittet der Zoo Besucherinnen und Besucher um Rücksicht, etwa indem sie sich nicht in größeren Gruppen vor der Außenanlage versammeln, um die Tiere nicht zu beunruhigen.

Boeti lebt seit September 2021 im Zoo Dortmund, seine Partnerinnen Zuri und Saba kamen im November desselben Jahres dazu. Löwen gelten laut der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdete Art; ihr Bestand nimmt in freier Wildbahn seit Jahren ab. Zoos wie Dortmund sehen sich mit Nachzuchtprogrammen wie diesem auch als Beitrag zum internationalen Artenschutz.