Neue Regeln für Autofahrer in Italien: Dieses Verbot gilt schon ab Oktober in zwei beliebten Regionen
Stand: 28.08.2026, 19:09 Uhr
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Mehrere norditalienische Regionen führen ab Oktober strengere Regeln für Diesel-Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5 ein. Darauf sollten sich Reisende einstellen.
München – Wer ab Oktober mit dem Auto nach Norditalien reisen möchte, der sollte sich im Vorfeld der Reise über die neuen Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge informieren: Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder. Doch nicht überall gibt es dieselben Maßnahmen: Im Piemont und in Venetien werden alternative Maßnahmen eingeführt.

Ab dem 1. Oktober 2026 gelten die schärferen Regelungen in der Lombardei: In dieser Region dürfen Euro-5-Diesel-Pkw an Werktagen zwischen 7.30 und 19.30 Uhr nicht mehr in Kommunen mit über 100.000 Einwohnern einfahren. Betroffen sind davon etwa die Städte Mailand, Brescia, Monza und Bergamo.
Auch Bologna von Fahrverboten betroffen
Eine ähnliche Regelung wird dann auch in der Emilia-Romagna eingeführt: Zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März dürfen Euro-5-Diesel-Pkw montags bis freitags zwischen 8.30 und 18.30 Uhr nicht mehr in die Stadtgebiete einfahren. Dies gilt für Kommunen mit mehr als 30.000 Einwohnern, unter anderem auch für den Ballungsraum Bologna.
Die Region Piemont hat dagegen Verbote für Euro-5-Dieselfahrzeuge abgewendet: Ende Juli beschloss die gesetzgebende Versammlung der Region, dass alternative Maßnahmen ausreichend seien, um die Emissionsziele einzuhalten – ohne ältere Fahrzeuge zu benachteiligen. Maßnahmen sind unter anderem der Einsatz von HVO-Biokraftstoffen im Nahverkehr und für ältere Pkw, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Steuerung der Verkehrsflüsse in den Innenstädten.
Venetien möchte Emissionsziele mit alternativen Maßnahmen einhalten
Auch die Region Venetien wendete ein Fahrverbot für ältere Diesel-Pkw ab: Mit ähnlichen Maßnahmen wie im Piemont möchte sie erreichen, dass die Emissionsziele vor Ort erreicht werden. Gleichzeitig sollten möglichst viele Menschen ihre Pkw für die alltäglichen Fahrten benutzen dürfen. Laut vol.at können aber in Venetien zusätzlich temporäre Einschränkungen bei schlechter Luftqualität in Kraft treten. Ab 2030 könnten derweil in der EU Millionen Fahrzeuge wegen strengerer Grenzwerte für Luftschadstoffe die Stillegung drohen.
Hintergrund der Regelungen ist, dass Italien in den Wintermonaten immer wieder unter Luftverschmutzung leidet, wie der ADAC mitteilt. Besonders in der Po-Ebene könnten Grenzwerte zur Feinstaubbelastung regelmäßig nicht eingehalten werden. Um dieses Problem zu lösen, soll das Fahrverbot für Euro-5-Dieselfahrzeuge ein Baustein sein. Die strengeren Regeln sollten ursprünglich bereits im vergangenen Jahr umgesetzt werden, Regierung und Parlament hätten das Projekt aber um ein Jahr verschoben.

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Angaben zur Schadstoffnorm des Fahrzeugs macht der Fahrzeugschein im Feld 14: Steht dort „Euro 5“ oder schlechter, gelten die Regelungen für das eigene Fahrzeug. Fahrzeuge mit „Euro 6“ sind davon ausgenommen. Laut fahrzeugschein.de wurden Euro-5-Dieselfahrzeuge ab dem Jahr 2011 zugelassen und dürfen maximal 180 Milligramm Stickoxide pro Kilometer ausstoßen. Unterdessen verschärfte Spanien die Regelungen und Bußgelder für Motorradfahrer. (Quellen: adac.de, fahrzeugschein.de, vol.at, regione.veneto.it, cr.piemonte.it, ambiente.regione.emilia-romagna.it, regione.lombardia.it) (jws)