Neue Umfrage: Zwei Drittel glauben nicht, dass Merz bis 2029 Kanzler bleibt


Stand: 25.09.2026, 13:43 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Neue Umfrage: AfD legt zu – Unzufriedenheit mit Merz auf Rekordhoch

Neues Politbarometer: AfD legt zu, Mehrheit zweifelt an Merz' Kanzlerschaft. © © IMAGO / dts Nachrichtenagentur / Archivbild

Neues Politbarometer: AfD legt zu, Mehrheit zweifelt an Merz' Kanzlerschaft.

Kanzler Friedrich Merz steht nach den jüngsten Landtagswahlen erheblich unter Druck. Nur eine Minderheit der Deutschen glaubt, dass ihm die Fortsetzung seines Reformkurses gelingen wird, und rund zwei Drittel erwarten, dass er sein Amt nicht bis zur nächsten regulären Bundestagswahl behält. Gleichzeitig wächst die Zustimmung zur AfD bundesweit weiter, wie das aktuelle ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen vom 25. September 2026 zeigt.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Sonntagsfrage: AfD legt zu, Union fällt weiter zurück

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die AfD erneut klar vorn liegen. Die Partei kommt auf 28 Prozent, mit sieben Punkten Vorsprung vor der zweitplatzierten Union.

Die CDU/CSU verliert dagegen einen Punkt und fällt auf 21 Prozent.

Die SPD legt leicht zu und steht bei 13 Prozent, ein Plus von einem Punkt gegenüber der Vorumfrage.

Die Grünen bleiben bei 14 Prozent und damit gegenüber der Vorumfrage unverändert.

Die Linke bleibt ebenfalls unverändert bei 12 Prozent.

Die FDP verliert einen Punkt und fällt auf 3 Prozent.

Die sonstigen Parteien bleiben unverändert bei 9 Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde.

Schwarz-Rot weit von einer Mehrheit entfernt

CDU/CSU und SPD kämen zusammen auf 34 Prozent. Mit diesem Ergebnis wäre die Koalition weit von einer eigenen Mehrheit entfernt.

Zweifel an Merz‘ Kanzlerschaft und seinem Reformkurs

Nach den jüngsten Landtagswahlen hat Kanzler Merz angekündigt, seinen Reformkurs fortsetzen zu wollen. Laut Politbarometer glauben das aber nur 28 Prozent der Befragten, 67 Prozent bezweifeln es. Während sich gut die Hälfte der CDU/CSU-Anhänger optimistisch äußert, überwiegen in allen anderen Anhängergruppen die Zweifel.

Rund zwei Drittel der Befragten gehen der Umfrage zufolge zudem davon aus, dass Merz nicht bis zur nächsten regulären Bundestagswahl im Frühjahr 2029 im Amt bleibt. Die Unzufriedenheit mit seiner Arbeit erreicht laut Politbarometer einen neuen Höchstwert: 79 Prozent halten seine Leistung als Kanzler für eher schlecht, nur noch 17 Prozent äußern sich positiv.

Auch mit der Arbeit der gesamten Koalition ist die Zufriedenheit den Befragten zufolge so gering wie noch nie in dieser Legislaturperiode: 74 Prozent bewerten die Leistung der Bundesregierung negativ, nur 20 Prozent sind zufrieden. Selbst unter den eigenen CDU/CSU-Anhängern äußert sich knapp die Hälfte kritisch.

Über die Umfrage

Die Umfrage zum Politbarometer wurde von der Forschungsgruppe Wahlen im Zeitraum vom 22. bis 24. September 2026 unter 1.346 Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Die Vorumfrage stammt aus dem Zeitraum vom 17. bis 19. August 2026 mit 1.319 Befragten.

Berichtet werden hier die Projektionswerte. Anders als die politische Stimmung, die nur die gewichteten Rohdaten der Befragung wiedergibt, berücksichtigt die Projektion zusätzlich Parteibindung und taktische Überlegungen der Wählerschaft und soll damit näher an ein tatsächliches Wahlergebnis heranreichen.

Über das Institut

Die Forschungsgruppe Wahlen ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Mannheim, der seit den 1970er-Jahren regelmäßig das Politbarometer im Auftrag des ZDF erhebt. Das Institut ist eines der ältesten und bekanntesten Meinungsforschungsinstitute Deutschlands und zählt zu den wenigen, die konsequent zwischen politischer Stimmung und Projektion unterscheiden. Neben der Sonntagsfrage erhebt die Forschungsgruppe Wahlen regelmäßig auch Stimmungsbilder zu einzelnen Politikerinnen und Politikern sowie zu aktuellen politischen Themen.

Hinweis zu Umfragen

Wahlumfragen sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Wechselnde Parteipräferenzen und spontane Wahlentscheidungen können die Resultate beeinflussen. Sie zeigen daher nur die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung und sind keine genaue Prognose des Wahlergebnisses.

Bei Stichprobengrößen von etwa 1.000 bis 2.000 Personen liegt die statistische Fehlertoleranz – je nach Anteilswert – bei ungefähr 1,5 bis 3 Prozentpunkten.