Ocarina of Time Remake: Diese Geheimnisse stecken auf Nintendos japanischer Website
Die Jubiläums-Direct zu The Legend of Zelda hat uns bereits einiges über das Ocarina-of-Time-Remake verraten. Nintendo zeigte erstes Gameplay und gewährte uns einen ausführlichen Blick auf das rundum erneuerte Hyrule. Doch offenbar bekommen längst nicht alle Zelda-Fans dieselben Einblicke.
Denn während wir uns hierzulande vor allem mit Trailern und Präsentationen begnügen müssen, hat Nintendo in Japan eine umfangreiche Website zum Remake veröffentlicht. Und die geht teilweise deutlich stärker ins Detail. Auf mehreren Unterseiten bekommen wir zusätzliche Eindrücke aus Hyrule, sehen weitere Fähigkeiten von Link und erfahren mehr darüber, wie Rätsel und Kämpfe im Remake funktionieren. Dazu kommen zahlreiche Bilder und kurze Videosequenzen, die bekannte Orte und Situationen aus dem Abenteuer in neuem Glanz zeigen.
Das Problem: Eine vergleichbare Website gibt es für den europäischen Raum bislang nicht und sämtliche Texte sind ausschließlich auf Japanisch verfügbar. Einige interessante Details dürften deshalb an vielen Fans hierzulande vorbeigegangen sein.
Wir haben uns daher durch die japanische Website gearbeitet und die spannendsten Informationen für euch zusammengetragen. Welche bisher kaum gezeigten Orte bekommen wir dort zu sehen und welche Details zum Remake sind uns bislang entgangen?
Das Reich der Zoras sieht auf den ersten Bewegtbildern schon ziemlich vielversprechend aus.
Noch viel mehr vom neuen Hyrule
Einen besonders ausführlichen Blick gewährt uns die japanische Website auf Links Abenteuer. Während wir einige Orte bereits aus Trailern und der Gameplay-Präsentation kennen, zeigt Nintendo hier zahlreiche weitere Eindrücke. Dabei bekommen wir nicht nur den Kokiri-Wald und Hyrule-Stadt zu sehen, sondern unter anderem auch Goronia, das Zora-Reich und die Gerudo-Festung.
Einen ersten Blick auf Goronia inmitten des Todesbergs bekommen wir auch schon präsentiert.
Gerade die drei letztgenannten Orte sind interessant, da sie im bisherigen Material deutlich weniger im Mittelpunkt standen. So bekommen wir einen besseren Eindruck davon, wie Nintendo die Heimat der Goronen im Inneren des Todesbergs für das Remake neu gestaltet hat. Auch das Zora-Reich können wir uns auf den Bildern genauer ansehen. Die bekannte Wasserstadt erhält durch die neue Grafik deutlich mehr Details, bleibt in ihrem grundsätzlichen Aufbau aber klar als der bekannte Ort aus dem Original zu erkennen.
Gerudostadt ist kaum wiederzuerkennen. Auf die Erkundung des Wüstendorfs sind wir ganz besonders gespannt.
Ähnliches gilt für die Gerudo-Festung. Auch hier bleibt Nintendo dem charakteristischen Wüsten-Look des Originals treu, kann die Umgebung durch die Möglichkeiten der Switch 2 aber natürlich wesentlich aufwendiger darstellen.
Andere Aspekte der Website sind dagegen bereits deutlich bekannter. Der Kokiri-Wald und Hyrule-Stadt waren schon im bisher gezeigten Gameplay zu sehen und auch der Tag-Nacht-Wechsel kehrt erwartungsgemäß zurück. Abhängig von der Tageszeit begegnen wir unterschiedlichen Personen, erleben bestimmte Ereignisse oder finden Geschäfte geöffnet beziehungsweise geschlossen vor. Auch einige bekannte Charaktere wie Salia, Darunia, Prinzessin Ruto, Impa und Shiek stellt Nintendo noch einmal vor.
Der Tag-Nacht-Wechsel zeigt: NPCs haben einen eigenen Tagesablauf und sind nicht immer an der gleichen Stelle anzutreffen.
Diese Fähigkeiten zeigt Nintendo erstmals genauer
Auch bei Links Fähigkeiten liefert die japanische Website einige Einblicke, die im bisherigen Gameplay und den Trailern noch nicht oder kaum zu sehen waren. Besonders interessant ist dabei der erwachsene Link, von dem Nintendo einige weitere bekannte Fähigkeiten aus dem Original zeigt.
Mit dem Hammer räumt ihr schwere Brocken beiseite und könnt dadurch neue Geheimnisse entdecken.
Dazu gehört etwa der Stahlhammer, mit dem Link schwere Hindernisse aus dem Weg räumen und bestimmte Schalter betätigen kann. Auch der Enterhaken ist auf der Website zu sehen. Mit ihm kann sich Link an bestimmten Punkten festhalten und über Abgründe ziehen. Beide Werkzeuge dürften Kennern des Originals natürlich bestens bekannt sein, nun sehen wir aber erstmals etwas genauer, wie Nintendo sie im Remake umsetzt. Erstes Gameplay zum Bumerang bekommen wir ebenfalls präsentiert.
Der Bumerang ist eine gute Waffe, um Skulltulas zu beseitigen.
Ebenfalls zu sehen ist der erwachsene Link beim Spielen der Okarina. Das ist insofern interessant, weil wir damit einen weiteren Blick auf eine der wichtigsten Mechaniken des Spiels in Links späterer Lebensphase bekommen. Die verschiedenen Melodien dienen schließlich nicht nur der Geschichte, sondern öffnen Wege, beeinflussen die Umgebung und ermöglichen später sogar die schnelle Reise durch Hyrule.
Doch auch der junge Link bekommt auf der japanischen Website eine Fähigkeit spendiert, die wir bislang kaum in Aktion gesehen haben. Er kann durch enge Schächte und Öffnungen kriechen, die für sein erwachsenes Ich zu klein sind. Nintendo hebt diesen Größenunterschied sogar ausdrücklich als Teil der Rätsel hervor.
Mit der Ocarina müssen wir ständig in den Zeiten hin- und herreisen, um Hyrule vor Ganondorf zu retten.
Optisch wurde Ocarina of Time massiv modernisiert, bei den eigentlichen Rätseln und Werkzeugen erkennen wir bislang aber erstaunlich viel vom Spiel aus dem Jahr 1998 wieder. Ob Nintendo darüber hinaus auch Räume, Rätsel oder sogar ganze Dungeons verändert hat, lässt sich anhand der Website bislang nicht beantworten. Zumindest zeigt sie aber ziemlich deutlich, dass die bekannten Grundpfeiler erhalten bleiben.
So kämpft Link im Remake
Auch vom Kampfsystem bekommen wir auf der japanischen Website einige zusätzliche Eindrücke. An den grundlegenden Mechaniken scheint Nintendo dabei nicht allzu viel zu verändern. Link kann Gegner weiterhin gezielt fokussieren, umkreisen und auf den richtigen Moment für einen Angriff warten. Das berühmte Z-Targeting, das schon das Original geprägt hat, bleibt damit auch im Remake ein wichtiger Bestandteil der Kämpfe.
Link und der geheimnisvolle Sheik. Ob wir noch mehr über ihre Beziehung erfahren werden als im Original?
Interessanter sind deshalb die neuen Bilder. Darauf bekommen wir unter anderem weitere Schwertangriffe zu sehen und können einen genaueren Blick darauf werfen, wie Link mit seinem Schild gegnerische Attacken und sogar Laser abwehrt. Auch verschiedene Items lassen sich weiterhin in den Kämpfen einsetzen. Insgesamt entsteht dadurch bislang der Eindruck, dass Nintendo das bekannte Kampfsystem vor allem moderner präsentiert, statt es grundlegend umzubauen.
Neben der Zora-Prinzessin Ruto bekommen wir auf der Website auch noch andere Charaktere aus Hyrule gezeigt.
Eine wichtige Rolle spielt dabei erneut Navi. Die kleine Fee markiert nicht nur das anvisierte Ziel, sondern versorgt Link weiterhin mit Informationen über seine Gegner. So kann sie unter anderem Hinweise auf Schwachstellen geben und damit verraten, wie sich bestimmte Feinde am besten besiegen lassen.
Ein Blick auf die Website lohnt sich
Auch wenn viele der Informationen auf der japanischen Website für Ocarina-of-Time-Fans nicht komplett neu sein dürften, lohnt sich ein Blick trotzdem. Gerade die zusätzlichen Eindrücke aus Hyrule und die kleinen Details zu Links Fähigkeiten vermitteln noch einmal ein etwas umfassenderes Bild davon, wie Nintendo den Klassiker für die Switch 2 neu auflegt.
Diese schönen Zeichnungen der verschiedenen Gebiete in Hyrule findet ihr auf der japanischen Website zum Spiel.
Vor allem solltet ihr euch aber die zahlreichen kurzen Videosequenzen selbst anschauen. Einige davon zeigen bekannte Orte, Fähigkeiten und Spielsituationen noch einmal ausführlicher in Bewegung. Da wir euch diese Clips hier im Artikel leider nicht zeigen können, lohnt es sich, selbst ein wenig durch die verschiedenen Unterseiten zu stöbern.
- Die japanische Website zeigt zusätzliche Orte, Fähigkeiten und Kampfszenen, die Nintendo im bisherigen Material zum Ocarina-of-Time-Remake kaum oder gar nicht präsentiert hat.
- Fans bekommen dadurch einen besseren Eindruck davon, wie originalgetreu bekannte Gebiete, Werkzeuge und Mechaniken für die Switch 2 umgesetzt werden.
- Die zusätzlichen Videos zeigen viele bekannte Mechaniken direkt in Bewegung und liefern damit mehr Anschauungsmaterial als die bislang veröffentlichten Trailer und Präsentationen.
Die Sprachbarriere ist dabei zum Glück kein großes Problem, denn viele der interessantesten Einblicke sprechen ohnehin für sich. Habt ihr euch bereits durch die japanische Website geklickt? Welches neue Detail oder welche Szene hat euch dabei am meisten überrascht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!