Trump tauft KI per Dekret in „Superintelligenz“ um – steckt dahinter ein Millionen-Geschäft?
Per Dekret zur „Super-Intelligenz“: Steckt hinter Trumps Umbenennung Profitgier?
Stand: 30.09.2026, 20:42 Uhr
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Trump hat KI per Dekret in „Superintelligenz“ umbenannt – und damit einen Hype um die slowenische Domain-Endung .si ausgelöst. Steckt dahinter Kalkül?
Washington, D.C. – In der Vorwoche (22. September) thematisierte US-Präsident Donald Trump vor der UN-Generalversammlung mitunter das Thema Künstliche Intelligenz. Ganz in altbewährter Manier mit seiner Vorliebe für Namensänderung sprach der US-Präsident dabei erstmals davon, KI in SI umbenennen, den Begriff also von Künstlicher Intelligenz in Super Intelligenz ändern zu wollen. Künstliche Intelligenz klinge „fake“ so der US-Präsident, und erinnere als solches zu sehr an den Begriff „Fake News“.
Am Dienstag nun sollte ein offizieller Vorstoß des US-Präsidenten folgen. Wie internationale Medien übereinstimmend berichteten, ging Trump nach seiner Ankündigung vor der UN-Generalversammlung einen weiteren Schritt und benannte KI für US-Behörden per Dekret offiziell in „Super Intelligenz“ (SI) um. Gleichzeitig löste der Republikaner mit der Umbenennung einen plötzlichen Ansturm auf eine ganz besondere Länderdomain aus. Ein Beobachter vermutet dahinter ein abgekatertes Spiel der Selbstbereicherung.
Trump gibt Dekret zur Umbenennung von Künstlicher Intelligenz in „Super Intelligenz“ aus
Trump unterzeichnete am Dienstag (29. September) eine Verordnung, mit der künstliche Intelligenz in „Superintelligenz“ umbenannt wird. Dies geschah vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von KI und nur wenige Stunden, nachdem führende Vertreter der KI-Branche den Präsidenten im Weißen Haus getroffen und eine „moralisch bindende“ Vereinbarung unterzeichnet hatten. Mit ihr verpflichteten sie sich zur Verbesserung von Kontrollen und internen Prüfungen.
In der vom Weißen Haus veröffentlichten Durchführungsverordnung wird Forbes zufolge darauf hingewiesen, dass die „außergewöhnlichen Technologien“ der US-Tech-Giganten des Landes „weit über das hinausgehen, was man sich vorstellte, als der Begriff ‚Künstliche Intelligenz‘ erstmals aufkam“. In der Verordnung heißt es, dass moderne KI-Modelle heute weit mehr können, als nur „einzelne Aspekte der menschlichen Intelligenz“ nachzuahmen oder zu automatisieren.
Trumps Verordnung weist Bundesministerien und -behörden an, in offiziellen Mitteilungen und Dokumenten die Begriffe „Superintelligenz“ und „SI“ zu verwenden, wobei zuvor erlassene Vorschriften, Verträge oder Dokumente nicht geändert werden müssen.
Mit Umbenennung zu „Super Intelligenz“ löste Trump einen Hype um Sloweniens zentrale Domain aus
Mit seiner Ankündigung vor der UN-Generalversammlung sorgte Trump für einen Hype um Internetdomains des Alpen-Kleinstaats Slowenien. Denn „.si“ ist die zentrale Endung um slowenischen Domainregister. „Seit der Rede verzeichnen wir einen starken, aber stabilen Anstieg der Anfragen für die Nutzung der .si-Domain“, sagte Klara Herman, Sprecherin von Register.si, dem Betreiber des slowenischen Domainnamensystems gegenüber Euronews.
Seit Trumps Rede in New York registriert die Agentur durchschnittlich 3700 neue Domains pro Tag. Zum Vergleich: Im gesamten August waren es rund 3.500. Insgesamt stieg die Zahl der .si-Adressen bis Dienstag auf mehr als 220.000.
Beobachter vermutet hinter Trumps „Super Intelligenz“ ein Kalkül
Dass Trumps Ehefrau Ivana ebenfalls aus Slowenien stammt, darin sieht mitunter der Spiegel keinerlei Zusammenhang. Anders allerdings blickt der kanadische Unternehmer und Analyst Adam Cochran auf jenen Umstand. Er sieht darin eine dubiose Verbindung unter der Federführung der politischen US-Elite. In einer am Dienstag veröffentlichten Reihe von Beiträgen auf dem Kurznachrichtendienst X stellte Cochran die Theorie von Trumps „Super Intelligenz Skandals“ auf.
So will Cochran herausgefunden haben, dass neu registrierte .si-Domains in den Jahren 2023 bis 2025 bei durchschnittlich 55 pro Tag gelegen hätten. Ab Beginn des anhaltenden Kalenderjahres jedoch hätten sie deutlich zugelegt. Demnach hätten die neuen .si-Registrierungen alleine am 24. Juni knapp 400 betragen. Im Juli dann seien Cochran zufolge dann 7000 neue .si-Domains hinzugekommen. Auch auf dem Sekundärmarkt seien die Folgen ersichtlich gewesen: Denn dort seien die Domains teilweise für Zehntausende US-Dollar weiterverkauft worden.
„Woher wissen wir, dass es sich um Trumps engsten Kreis handelt?“, fragt Cochran in seinen X-Beiträgen. Zugleich antwortete er in einem weiteren Slide: „Im Laufe meiner Recherchen habe ich rund 12000 Domains im Zusammenhang mit KI oder MAGA gefunden, die vor dieser Ankündigung neu registriert wurden oder den Besitzer wechselten. In den Monaten vor Juli waren jedoch 95 % aller .si-Domains nicht englischsprachig. Dem Begriff „Super Intelligenz“ durch ein Dekret in den allgemeinen Sprachgebrauch zu verhelfen, bringe trumpnahe Unternehmen dazu, eine .si-Domain zu erwerben. Cochran betont, er wäre nicht überrascht, wenn die Trump-Regierung sich eine eigene .si-Domain zulegen würde.(Verwendete Quellen: Forbes, Euronews, Spiegel, X) (fh)