Polizei stoppt ICE mit 1860-Fans – Bahn-Mitarbeiter rennen mit Feuerlöschern durch Waggons
Polizei stoppt ICE nach 1860-Spiel
Stand: 03.08.2026, 13:37 Uhr
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Nach dem Schweinfurt-Spiel musste ein ICE vor dem Münchner Hauptbahnhof anhalten. Ob Löwen-Anhänger verantwortlich waren, ist noch offen.
München – Die Löwen sind wieder da, und das wurde in Schweinfurt auf ultratypische Art gefeiert: mit Pyrotechnik. Schon vor dem Anpfiff brannte es im Schweinfurter Block. Gerade in Bayerns höchster Amateurklasse ist dieses Thema brisant. BFV-Präsident Christoph Kern hatte im Interview mit Absolut Sechzig betont, dass im Extremfall sogar Punktabzüge drohen.

Die gute Nachricht aus Münchner Sicht: Die mehr als 4000 mitgereisten 1860-Fans präsentierten sich während der 90 Minuten weitgehend diszipliniert. Anders als beim letzten Duell in der 3. Liga verzichtete der Münchner Fanblock auf Pyrotechnik.
15 Minuten vor dem Münchner Hauptbahnhof: Polizei stoppt ICE mit Löwen-Fans
Ganz ohne Vorfälle ging die 1860-Rückkehr trotzdem nicht über die Bühne. Auf der Heimfahrt im ICE kam es kurz vor München zu einem Zwischenfall. Der Zug musste 15 Minuten vor dem Hauptbahnhof außerplanmäßig anhalten. Nach Angaben von Reisenden stürmten Polizeibeamte den Zug, gleichzeitig liefen Bahn-Mitarbeiter mit Feuerlöschern durch die Waggons. Über die Lautsprecher erklärte das Zugpersonal: „Wir stehen hier auf unbestimmte Zeit, da einige Fahrgäste meinen, uns den Zug auseinandernehmen zu müssen.“
Ob tatsächlich Anhänger des TSV 1860 dafür verantwortlich waren, ist bislang allerdings offen. Ein offizieller Polizeibericht lag ebenso wenig vor wie eine Stellungnahme der Deutschen Bahn. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es ein weiteres Kapitel einer unschönen Serie: Sachbeschädigungen bei Auswärtsfahrten der Löwen hatten in den vergangenen Jahren immer wieder für Negativschlagzeilen gesorgt.