Nachrichtenpodcast: War Opa Sturmführer? Die Familienrecherche in den Akten von SA und SS
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Nachdem die ZEIT 10 Millionen NSDAP-Karteikarten durchsuchbar gemacht hat, veröffentlicht sie nun eine Datenbank mit Personalakten der SA und SS. Und: »Kriegsgewinnler«
Aus der Serie: Was jetzt?
- Juli 2026, 6:09 Uhr
Die ZEIT hat erstmals Hunderttausende Personalakten der Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zugänglich und nach Namen durchsuchbar gemacht. Männer der SA und SS misshandelten politische Gegner und erhoben sich selbst zu Herrenmenschen. Mitgliederlisten, Stammkarten, Musterungsbögen, Lebensläufe, Persönlichkeitsbeurteilungen und viele weitere Millionen von Dokumenten in der nun veröffentlichten Datenbank stammen überwiegend aus dem US-Nationalarchiv. Wer sich zur Sturmabteilung meldete oder um Aufnahme in die Schutzstaffel bemühte, bekannte sich nicht nur zum NS-Regime, sondern auch zum harten rassistischen und antisemitischen Kern der nationalsozialistischen Ideologie. SA und SS schwächten vor 1933 mit ihrer Straßengewalt die Weimarer Demokratie. Im Zweiten Weltkrieg setzte die SS den Holocaust ins Werk. An der Datenbank, die in Kooperation mit dem Bundesarchiv entstanden ist, hat der Leiter des Ressorts Geschichte der ZEIT, Christian Staas, mitgearbeitet.
Kriege verändern nicht nur die Weltpolitik, sondern auch die Finanzmärkte. Als der Konflikt zwischen den USA und dem Iran im März eskalierte, investierten viele Anleger an der Börse in Öl in der Hoffnung auf steigende Preise und hohe Gewinne. Allein am 12. März, als die Straße von Hormus blockiert war und der Ölpreis kontinuierlich stieg, investierten Privatanleger eine Rekordsumme von 211 Millionen Dollar in Ölfonds in der Erwartung noch weiter steigender Preise. Sogenannte Kriegsgewinnler profitieren finanziell von den Folgen eines Krieges. Ist das legitime Absicherung oder problematische Spekulation? Mit dieser moralisch aufgeladenen Frage und ob er sich selbst als einen Kriegsgewinnler bezeichnen würde, hat sich der wirtschaftspolitische Korrespondent der ZEIT, Thomas Fischermann, befasst.
Und sonst so? Minigolftricks
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Susanne Hehr und Mira Schrems
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