Scheeßels Joel Knipp weiß: „Es wird keine leichte Saison“
Stand: 14.08.2026, 13:38 Uhr
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Vor dem ersten Punktspiel des SV Rot-Weiß Scheeßel spricht Innenverteidiger Joel Knipp über das Aus im Pokal, die Saison und seine Situation.
Scheeßel – Den Auftakt in die neue Saison hat der SV Rot-Weiß Scheeßel verpatzt. Mit 2:3 unterlag der Fußball-Kreisligist in der ersten Pokalrunde beim klassentieferen TuS Bothel. Daran änderten auch die beiden verwandelten Strafstöße von Innenverteidiger Joel Knipp nichts. Am Sonntag (15 Uhr) steht nun gegen die FSV Hesedorf/Nartum das erste Ligaspiel auf heimischem Geläuf an. Im Interview spricht der 21-jährige Knipp, der derzeit in Karlsruhe eine Ausbildung zum Fluglotsen absolviert, über den Fehlstart und warum er trotz der zahlreichen Abgänge optimistisch auf die Saison blickt.
Was war denn da los am vergangenen Sonntag?
Erst einmal glaube ich, dass uns der Pokal an sich nicht wirklich liegt. In den vergangenen Jahren war dort auch immer schon früh Schluss. Generell fühlt es sich gerade ein bisschen so an wie vor zwei oder drei Jahren, als ich mein erstes Herrenjahr in Scheeßel hatte. Es ist wieder eine sehr junge Truppe, vielleicht sogar noch jünger als damals, die sich über eine Saison erst zusammenfinden und in einen Spielfluss kommen muss. Ich mache mir da zwar wenig Sorgen, aber beim letzten Spiel haben einfach ein, zwei Dinge noch nicht ganz gepasst und unsere Chancenverwertung war katastrophal.
Sie haben dennoch als Innenverteidiger zwei Strafstöße versenkt. Möchte kein anderer schießen oder ist das Ihre Paradedisziplin?
Eigentlich habe ich mir schon seit meiner Jugendzeit immer gesagt, dass ich selbstbewusst zum Punkt gehe und mir den Ball nehme. Das hat sich dann im Laufe der Zeit so etabliert, dass ich der feste Standardschütze geworden bin. Ich würde auch jeden Elfmeter wieder schießen, da ich mich am Punkt einfach sehr wohl und sicher fühle.
Unsere Redaktion wagt die These, dass Scheeßel eine schwierige Saison bevorsteht, in der Sie eher nach unten schauen müssen. Wie sehen Sie das?
Es wird auf jeden Fall keine leichte Saison, da bin ich realistisch. Es kommt sehr stark darauf an, wie diese neu formierte Mannschaft jetzt zusammenwächst und am Ende zusammenspielt. Auch die mentale Einstellung im Kopf ist ein wichtiger Faktor, denn für viele ist es jetzt die erste oder zweite richtige Herrensaison als Stammkraft.
Hatten Sie nach den ganzen Abgängen auch überlegt, den Verein zu wechseln?
Nein, ein Wechsel war für mich auf keinen Fall eine Option. Klar ist, dass ich wegen meiner Ausbildung in Karlsruhe derzeit kaum oder nicht viel in der Heimat spielen kann, aber ein Wechsel innerhalb des Altkreises wäre für mich ohnehin unsinnig. Generell hat mir der Verein schon sehr viel gegeben und mich immer stark unterstützt, weshalb ich mich niemals gegen Scheeßel entscheiden würde. Man überlegt im Moment höchstens, den Fokus etwas mehr nach Karlsruhe zu verlagern, um sich dort parallel etwas aufzubauen, aber aktuell lässt sich beides noch ganz gut managen.
Am Sonntag starten Sie gegen die FSV Hesedorf/Nartum verspätet in den Ligabetrieb. Ein recht undankbarer Einstieg, oder?
Hesedorf/Nartum ist spielerisch natürlich eine sehr gute Truppe. Aber spielerisch stärkere Gegner lagen uns in der Vergangenheit eigentlich immer mehr, weil wir dann unsere eigenen Stärken besser ausspielen konnten. Wir können kompakter stehen, dem Gegner das Spiel überlassen, ein bisschen ekliger agieren und über Konter gezielte Nadelstiche setzen. Das kann für uns sehr gut funktionieren, vorausgesetzt, wir agieren vor dem Tor effektiv. Da habe ich nach den jüngsten Eindrücken zwar noch leichte Bedenken, aber wenn wir das auf dem Platz umsetzen, ist für uns etwas zu holen.
Knipps Tipps
SG Unterstedt II - Selsingen ⇥1:2
RW Scheeßel - Hesedorf/N. ⇥2:2
FC Nordheide - Rotenb. SV II ⇥0:2
TSV Byhusen - Karlshöfen ⇥1:1
Oldendorf - MTV Hesedorf ⇥3:1
TuS Zeven - SV Horstedt ⇥3:1
Bremerv. SC - FC Walsede ⇥2:02
Ali Kara (SV Horstedt) lag vergangene Woche mit keinem seiner Tipps richtig.