„Schon enttäuschend“: Anwohner protestieren gegen neue Parkregeln am Friedhof
Stand: 19.08.2026, 06:30 Uhr
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Rund um den Friedhof in Feldkirchen gelten neue Parkregeln. 34 Anwohner wehren sich per Brief – doch der Gemeinderat bleibt bei seinem Konzept.
Feldkirchen – Neue Parkschilder rund um den Friedhof in Feldkirchen sorgen für massiven Unmut bei den Anwohnern. Wie Merkur-Reporter Bert Brosch berichtet, haben sich 34 Bürger mit einem schriftlichen Protest gegen das Parkraumkonzept der Gemeinde gewandt. Der Gemeinderat und Bürgermeister Andreas Janson (UWV) wiesen die Kritik jedoch einstimmig zurück.
- Rund um den Friedhof in Feldkirchen darf nur noch maximal zwei Stunden geparkt werden.
- 34 Anwohner protestieren schriftlich gegen die Regelung und fordern eine Überprüfung.
- Ab 2027 soll zudem die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft den ruhenden Verkehr kontrollieren.

Parkraumkonzept in Feldkirchen: Anwohner sehen keine Notwendigkeit
Anwohner Ingmar Klenert lebt an der Jahnstraße direkt am Friedhof. Laut einer Erhebung des Planungsbüros SVK Kaulen aus Aachen liegt die durchschnittliche Auslastung des dortigen Parkplatzes bei lediglich 38 Prozent. Lediglich regelmäßig abgestellte Wohnmobile, Wohnwagen und Anhänger wurden als Problem identifiziert. Dennoch ließ die Gemeinde Schilder aufstellen, die das Parken auf maximal zwei Stunden zwischen 8 und 20 Uhr begrenzen.
Feldkirchen ist eine Gemeinde im Landkreis München in Oberbayern und liegt östlich der Landeshauptstadt.
„Die meisten Anwohner haben eigene Garagen und Abstellplätze im Hof – doch wir alle bekommen regelmäßig Besuch, etwa von meinen betagten Eltern“, sagt Klenert. „Es gibt auch Menschen, die länger auf dem Friedhof sind als zwei Stunden. Gehbehinderte Besucher dürfen keine elektrischen Seniorenmobile mehr abstellen.“ Auch Ingo Kühn, seit 25 Jahren in der Dornacher Straße wohnhaft, kritisierte die Maßnahme in der Gemeinderatssitzung: „Laut dem Parkraumkonzept von SVK gab es für die Dornacher Straße keine Notwendigkeit, etwas zu tun. Aus meiner Sicht kommen die Hauptprobleme von den vielen Rewe-Lieferfahrzeugen. Hat die Gemeinde mit Rewe darüber gesprochen?“

Gemeinderat Feldkirchen hält am Parkkonzept fest – Klenert enttäuscht
Gemeinderat Knut Schwarz (UWV) verteidigte das Konzept: „In der Jahnstraße am Friedhof standen bisher viele Fahrzeuge lange, die mit dem Friedhof nichts zu tun haben. Da haben wir reagiert.“ Sein Vorschlag: „Erst mal laufen lassen“. Auch Hendrik Feuerstein (SPD) begrüßte die Regelung: „Wir haben jetzt endlich ein Konzept gegen die vielen Falschparker bei Messen und Veranstaltungen.“ Herbert Vanvolsem (CSU) lobte das Konzept ebenfalls, regte aber eine eigene Parkfläche für Wohnmobile und Wohnwagen an.
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Wenige Tage nach der Sitzung erhielten die 34 Anwohner einen Brief von Bürgermeister Janson: Die Parkdauer am Friedhof solle von zwei auf drei Stunden angehoben werden. Klenert zeigte sich davon wenig überzeugt: „Das ist schon enttäuschend, wir wollen ja nicht drei oder zwei Stunden, sondern eine unbegrenzte Regelung wie bisher. Auf unsere Argumente sind die überhaupt nicht eingegangen.“