SPD Heusenstamm nominiert Katharina Knoll als erste Bürgermeisterkandidatin


Stand: 20.08.2026, 08:33 Uhr

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Einstimmig als Kandidatin fürs Bürgermeisteramt gewählt: Katharina Knoll wird von Ortsvereinsvorsitzendem Enzo Meli (links) und Ex-Bürgermeister Halil Öztas unterstützt.

Einstimmig als Kandidatin fürs Bürgermeisteramt gewählt: Katharina Knoll wird von Ortsvereinsvorsitzendem Enzo Meli (links) und Ex-Bürgermeister Halil Öztas unterstützt. © SPD Heusenstamm

Die SPD Heusenstamm hat Katharina Knoll einstimmig als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl 2027 nominiert. Damit bewirbt sich zum ersten Mal eine Frau um das Amt.

Heusenstamm – Die SPD Heusenstamm stellt die Weichen für die Bürgermeisterwahl 2027: Katharina Knoll soll als Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin antreten, teilt der Ortsverein mit. Auf Vorschlag des Vorstands habe die Mitgliederversammlung Katharina Knoll einstimmig als Kandidatin nominiert. Damit bewirbt sich zum ersten Mal eine Frau um das Bürgermeisteramt.

Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe des Vorstands um Melanie Gomoluch, den vormaligen Fraktionsvorsitzenden Rolf Lang und Ex-Bürgermeister Halil Öztas über mehrere Wochen ein Anforderungsprofil erstellt und mit allen in Betracht kommenden Kandidaten vertrauliche Gespräche geführt, heißt es.

Im Einvernehmen mit allen am Verfahren beteiligten Personen und Kandidaten wurde dem Vorstand Knoll empfohlen. „Sie ist eine bodenständige und kluge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, beruflich erfolgreich ist, in Heusenstamm wohnt und politische Erfahrung mitbringt“, sagt Lang. Öztas ergänzt: „Katharina ist eine starke Führungspersönlichkeit und überzeugt durch ihr freundliches und charmantes Auftreten. Sie kann auf Menschen zugehen und ist verbindlich. Sie bringt alle Voraussetzungen mit, um eine Verwaltung mit über 200 Mitarbeitenden zu führen.“

Zu den Anforderungen, die die SPD gestellt hat, zählt etwa, eine Führungspersönlichkeit und damit belastbar zu sein. Vor dem Auftreten in den sozialen Medien sollte sich der- oder diejenige nicht scheuen, daneben gut vernetzt zu sein in der Stadt. Ideen für Heusenstamm seien ebenso wichtig wie Erfahrung mit kommunalpolitischen Themen.

Das bringt die Kandidatin mit, zählt die SPD auf: Knoll ist 39 Jahre alt, verheiratet, Mutter einer Tochter und lebt seit sechs Jahren mit ihrer Familie in Heusenstamm. Die Stadt sei für sie „nicht nur Wohnort, sondern Heimat“. Seit 20 Jahren ist sie Mitglied der SPD, seit dem Umzug nach Heusenstamm auch im Ortsverein. Knoll kennt die (kommunal-)politische Arbeit aus eigener Erfahrung: Mehrere Jahre hat sie das Büro des Bundestagsabgeordneten Martin Rabanus aus dem Rheingau-Taunus-Kreis geleitet. „Es ist also nicht der erste Wahlkampf, den ich erlebe. Ich weiß, wie viel Zeitaufwand dahintersteckt“, sagt die Heusentammerin, die seit der diesjährigen Kommunalwahl als Stadtverordnete aktiv ist. Beruflich arbeitet sie als Marketingreferentin bei einer gemeinnützigen Organisation.

Frühen Zeitpunkt bewusst gewählt

Die frühe Nominierung sei eine bewusste Entscheidung, teilt die SPD mit. Den genauen Termin für die Bürgermeisterwahl legen die Stadtverordneten voraussichtlich in ihrer Sitzung im November fest. „Es kann also bis zu einem Jahr Wahlkampf geben“, schätzt die Kandidatin. Die kommenden Monate wolle sie nutzen, um mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.

„Ich möchte nicht mit einem fertigen Programm durch Heusenstamm gehen und den Menschen erklären, was sie brauchen. Ich möchte zuhören. Was läuft gut? Wo gibt es Probleme? Was wünschen sich Familien, Jugendliche und ältere Menschen? Was beschäftigt unsere Vereine, unsere Gewerbetreibenden und die Menschen in den verschiedenen Stadtteilen? Aus diesen Gesprächen möchte ich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Ideen für die Zukunft unserer Stadt entwickeln“, sagt Knoll. Die Sozialdemokratin will die Kernthemen, die ihre Partei schon zur Kommunalwahl vertreten hat, in Heusenstamm voranbringen, etwa die Senkung der Kita-Gebühren. Und weiter: „Heusenstamm soll eine Stadt sein, in der Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensentwurf gerne leben und sich zu Hause fühlen.“

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„Ich liebe Heusenstamm und ich bin überzeugt davon, dass in unserer Stadt unglaublich viel Potenzial steckt. Dafür möchte ich Verantwortung übernehmen. Die Zeit bis zur Wahl möchte ich nutzen, um zuzuhören und noch mehr Menschen kennenzulernen. Bürgermeisterin zu sein bedeutet für mich nicht, über die Menschen hinweg zu entscheiden, sondern gemeinsam mit ihnen unsere Stadt zu gestalten.“

Für den Wahlkampf sieht sich die 39-Jährige gut gewappnet. Unterstützung erhält sie dabei von Ex-Bürgermeister Öztas. Demnächst will Katharina Knoll damit starten, die Menschen in der Stadt kennenzulernen. Dafür lädt sie etwa zu einem „netten Beisammensein in einer Gaststätte“ ein. Die genauen Termine und Orte stellt sie auf einer Homepage zur Verfügung, die bald online gehen soll. (Von Lisa Schmedemann)