„Star Wars Zero Company“: Studio stellt Team vor dem Release frei
Das Entwicklerstudio Bit Reactor hat wenige Wochen vor dem Release von „Star Wars Zero Company“ einen Großteil seiner Belegschaft unbezahlt freigestellt. Das hat ein Sprecher des Studios dem Spiele-Newsletter Game File bestätigt. Dem Studio war kurz vor Release das Geld ausgegangen. Öffentlich wurde die Freistellung zunächst durch ein Gerichtsdokument vom 12. August 2026 aus einer Klage der Mitgründerin Alison Kelly.
Freistellungen dieser Art sind formal keine Kündigungen: Die Betroffenen bleiben angestellt, bekommen aber kein Gehalt. Laut Game File beziffert eine Quelle den Anteil der freigestellten Mitarbeiter auf 80 Prozent der Belegschaft. Eine zweite sagt, dass nur eine Rumpfmannschaft für die Fehlerbehebung nach dem Release übrig blieb. Die Entscheidung habe allein bei Bit Reactor gelegen und sei weder von Publisher Electronic Arts noch von Lizenzgeber Disney gekommen. Ob und wann Bit Reactor die freigestellten Mitarbeiter zurückholt, ist offen.
Erstes Spiel des Studios
„Star Wars Zero Company“ ist das Debüt von Bit Reactor. Greg Foertsch hatte das Studio in Maryland 2021 gegründet, nachdem er bei Firaxis als Art Director an „XCOM: Enemy Unknown“ und „XCOM 2“ gearbeitet hatte. Ein großer Teil der Belegschaft kam ebenfalls von Firaxis, bis Mitte 2023 war das Team laut Game Developer auf über 50 Mitarbeiter gewachsen.
Rundentaktik gilt als Nischengenre, entsprechend ungewöhnlich ist der Rahmen dieses Erstlings: Respawn Entertainment produziert, EA veröffentlicht, die Lizenz kommt von Disney-Tochter Lucasfilm. Foertsch wollte die Rundentaktik mit Blockbuster-Qualität aus der Nische holen, wie er heise online vor dem Release erklärte. Entsprechend aufwendig fällt „Zero Company“ aus – mit beeindruckenden Zwischensequenzen und einer Kampagne von 30 bis 40 Stunden.
Die Rechnung ist zumindest bei Kritikern und Käufern aufgegangen: Seit dem 27. August ist „Star Wars Zero Company“ für PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S erhältlich und war laut Game File danach der meistverkaufte Titel auf Steam. Kritik gibt es vor allem an der Technik der PC-Fassung: Die Performance in der Unreal Engine 5 ist schlecht, Ruckler lassen sich auf keinem System vermeiden. Zudem laden Texturen bei Szenenwechseln teilweise zu langsam nach.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
(dahe)