Streifzug durch die Holzer Vergangenheit: 56-seitiger Streifzug durch die Holzer Zeitgeschichte
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Streifzug durch die Holzer Vergangenheit 56-seitiger Streifzug durch die Holzer Zeitgeschichte
Holz · Eine neue Broschüre der Holzer Geschichtswerkstatt dokumentiert Erinnerungen an Krieg und Nachkriegszeit im Ort.
18.08.2026 , 20:00 Uhr
Die Broschüre zeigt unter anderem diesen noch heute bestehenden Bunker im Nachbarort Berschweiler.
Foto: Fredy Dittgen
Mit der Broschüre „Holz im Krieg – Erinnerungen an das letzte Kriegsjahr und die Nachkriegszeit“ ist jetzt ein weiteres Stück Holzer Zeitgeschichte im örtlichen Schreibwarenhandel erhältlich. Herausgegeben wird die Broschüre von der Veranstaltungsgemeinschaft Holz. Sie gründete im November vorigen Jahres das Projekt „Holzer Geschichtswerkstatt“. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Ortes zu erforschen, zu bewahren und weiterzutragen.
Rückblick auf 100 Jahre Dorfleben
Schwerpunkte sind unter anderem das Dorfleben der letzten 100 Jahre, die Zeit des Nationalsozialismus sowie die Entwicklung von Gewerbe, Handwerk und Betrieben. Im Dezember 2025 brachte die Geschichtswerkstatt mit dem Kalender „Holz, wie es einmal war“ ihre erste Publikation auf den Markt (die Saarbrücker Zeitung berichtete).
Jetzt folgt Publikation Nummer zwei, in der das Mitglied Willi Kreutzer seine Erinnerungen an das letzte Kriegsjahr und die Nachkriegszeit zu Papier brachte. In der reich bebilderten, 56-seitigen Broschüre berichtet Kreutzer unter anderem ausführlich über den Bau und die Funktion des Westwalls – eine Verteidigungsanlage, deren Bau schon vor dem Krieg begonnen hatte und die sich auf 630 Kilometern von Kleve an der niederländischen Grenze bis kurz vor die Schweizer Grenze erstreckte.
Fotos zeigen bis heute erhaltene Bunker
Auf mehreren Fotos werden dazu noch heute bestehende Bunker in Holz gezeigt. Weitere Themen in der Broschüre sind die russischen Zwangsarbeiter, die in Holz eingesetzt wurden, um Schützengräben auszuheben und die Angst der Menschen vor Fliegeralarm und vor den sogenannten „Jabos“ (Jagdbomber). Außerdem geht es um den Einmarsch der Amerikaner sowie die schwierige Ernährungslage und das Hamstern in der Nachkriegszeit.
Auch Schicksale und Ereignisse aus dem Köllertal während des Krieges finden ihren Platz. „Mit dem Kauf erhalten Interessierte einen spannenden Einblick in ein wichtiges Kapitel unserer Ortsgeschichte und unterstützen zugleich die Arbeit rund um die Bewahrung der Holzer Geschichte“, sagt Jonas Jacobs von der Veranstaltungsgemeinschaft Holz. (ole/loz)
Erhältlich ist die Broschüre für sieben Euro bei Schreibwaren Am Markt, Holzer Platz 3.