Südkorea und Japan: Nordkorea feuerte ballistische Rakete ab
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Südkorea und Japan: Nordkorea feuerte ballistische Rakete ab
Kim Yo-jong, die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, wies die Forderung Seouls nach einer Entschuldigung für den Einsatz von Minen zurück
Pjöngjang/Seoul – Nach südkoreanischen und japanischen Angaben hat Nordkorea am Samstag in der Früh eine ballistische Rakete in Richtung des Meeres vor seiner Ostküste abgefeuert. Die Rakete sei gegen 6.30 Uhr (Ortszeit) vom Gebiet Wonsan aus gestartet worden, erklärte das südkoreanische Militär. Die japanische Küstenwache teilte mit, es habe sich vermutlich um eine ballistische Rakete gehandelt, die anscheinend niedergegangen sei und warnte die Schifffahrt in der Region.
Das südkoreanische Präsidialamt berief nach dem Raketenstart eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein. Das südkoreanische Militär erklärte, es habe seine Überwachung wegen weiterer möglicher Raketentests verstärkt und werde Geheimdienstinformationen mit den USA und Japan austauschen.
Vor dem Raketenstart hatte Kim Yo-jong, die einflussreiche Schwester von Machthaber Kim Jong-un, eine Erklärung veröffentlicht. Darin wies sie die Forderung Seouls nach einer Entschuldigung für den Einsatz nordkoreanischer Minen zurück. Durch die Minen waren in der demilitarisierten Zone zwei südkoreanische Soldaten bei einem Aufklärungseinsatz schwer verletzt worden. Die demilitarisierte Zone ist ein schwer befestigtes, vier Kilometer breites Grenzgebiet zwischen den beiden koreanischen Staaten. Nordkorea hat seine feindselige Haltung gegenüber dem Süden in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Die Regierung in Pjöngjang hat die Wiedervereinigung als nationales Ziel aufgegeben und bezeichnet Südkorea als ihren "Hauptfeind". (APA, 3.10.2026)
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