Tatverdächtiger in Gewahrsam: 17-jährige Schülerin ist Opfer des Schwert-Angriffs in Schweden


Tatverdächtiger in Gewahrsam17-jährige Schülerin ist Opfer des Schwert-Angriffs in Schweden

22.08.2026, 17:21 Uhr

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An einer Schule im schwedischen Fagersta spielen sich dramatische Szenen ab. Ein 18-jähriger Schüler dringt mit einem Schwert in das Gebäude ein und sticht um sich. Ein Mensch stirbt, weitere werden verletzt. Nun gibt es neue Details zu den Opfern.

Bei dem Todesopfer des Schwert-Angriffs an einer Schule in der schwedischen Kleinstadt Fagersta handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine 17-jährige Schülerin. Die Familie der Jugendlichen sei informiert worden, teilte die schwedische Polizei mit. Demnach laufen die Ermittlungen zum Tathergang auf Hochtouren.

Das berichtete am Morgen auch die Zeitung "Fagersta-Posten" unter Berufung auf die Familie des Opfers. Weitere schwedische Medien, darunter die Nachrichtenagentur TT sowie der schwedische Rundfunk, übernahmen die Meldung. Bei dem Angriff am Freitag in Fagersta nordwestlich von Stockholm waren drei weitere Jugendliche verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Ein Jugendlicher konnte mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen werden, wie berichtet wurde. Zwei Jungen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, von denen einer notoperiert werden musste, werden weiterhin im Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.

Der mutmaßliche Täter - ein 18-jähriger Mann - wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Er befindet sich in Polizeigewahrsam. Zum Motiv ist noch nichts bekannt. Der Rundfunksender P4 Västmanland sowie der öffentlich-rechtliche Sender SVT berichteten, der 18-Jährige sei Schüler der Schule gewesen und habe über eine Zugangskarte für das Gebäude verfügt.

Gedenken in Fagersta

Der Alarm war am Freitag um 14.06 Uhr eingegangen. "Um 14.16 Uhr war der Täter überwältigt und konnte festgenommen werden. Dabei gab die Polizei Schüsse ab", hieß es in einer Mitteilung. Am Freitag berichteten Boulevardmedien zunächst, dem Angreifer sei ins Bein geschossen worden. Der Pressesprecher der Polizei sagte, dazu lägen ihm keine Informationen vor. Der 18-Jährige habe keine medizinische Behandlung benötigt.

Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson und Oppositionsführerin Magdalena Andersson besuchten Fagersta. An einem Gedenkort wurden etliche Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Die schwedischen Medien berichteten teils mit Livetickern über die Großlage.

In Schweden hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Angriffe auf Schulen gegeben. Im Februar 2025 war ein 35-jähriger ehemaliger Schüler in ein Bildungszentrum für Erwachsene in der Stadt Örebro eingedrungen und hatte zehn Menschen und sich selbst erschossen. Es war der schlimmste Schusswaffenangriff in der Geschichte Schwedens. Die Polizei teilte mit, der Täter habe aufgrund finanzieller und psychischer Probleme seinem Leben ein Ende setzen wollen. 2022 hatte ein 18-jähriger Schüler an einer Schule in Malmö zwei Lehrerinnen erstochen.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/dpa