Eichbaum: Die Biermarke wird übernommen


In Mannheim schließt Ende September nach fast 350 Jahren die Brauerei Eichbaum. Für Mannheim ist das ein harter Schlag, die Brauerei gilt als ältestes Unternehmen der Stadt. Die Biermarke Eichbaum aber soll nach der Insolvenz fortbestehen, auch wenn das Bier anderswo gebraut wird. Zum 1. Oktober übernimmt das Unternehmen Park & Bellheimer mit Sitz in Pirmasens die Markenrechte, teilte Eichbaum am Mittwoch mit. Der Gläubigerausschuss habe am Vortag einem entsprechenden Vertrag zwischen den beiden Gesellschaften zugestimmt. Eichbaum-Geschäftsführer Uwe Aichele sprach von einer „kurpfälzischen Lösung“. Über den Kaufpreis für die Markenrechte wurden keine Angaben gemacht.

Das Bier soll vorerst in Pirmasens gebraut werden, längerfristig aber ist eine Rückkehr nach Mannheim in verkleinerter Form angedacht. In der Mitteilung heißt es, es solle „so bald wie möglich eine in der Kapazität angepasste Braustätte in der Käfertaler Straße in räumlicher Nähe zur bestehenden Eichbaum-Braustätte“ gebaut werden. An dem Gelände der Eichbaum-Brauerei in Mannheim hat allerdings auch das Mannheimer Uniklinikum schon Interesse bekundet.

Hoffnungszeichen für die Brauerei Eichbaum

Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht zeigt sich über die Pläne erfreut: „Nach der Enttäuschung über die Betriebseinstellung mit dem Verlust vieler Arbeitsplätze ist diese Entscheidung zumindest ein kleines Hoffnungszeichen, dass die Traditionsmarke Eichbaum für Mannheim erhalten bleibt.“ Laut Informationen des Senders SWR könnte es etwa drei Jahre dauern, bis eine neue, kleine Braustätte auf dem Gelände steht.

Eichbaum hatte im vergangenen Herbst Insolvenz angemeldet. Die Mitarbeiter hofften aber noch lange, dass die Brauerei durch den Einstieg eines Investors saniert werden und in verschlankter Form weitermachen könne. Diese Hoffnungen aber zerschlugen sich. Im Juli teilte Eichbaum mit, dass keine tragfähige Lösung mit Investoren gefunden worden sei und die Brauerei Ende September geschlossen wird.