Cheftrainer lobt Ammann trotz durchzogenem Saisonstart


Trotz mässiger Sommer-Resultate

Simon Ammann will es wirklich noch einmal wissen

Simon Ammann testet derzeit intensiv das Material für die kommende Weltcup-Saison. Beim ersten Sommer-Grand-Prix hat es noch nicht wie gewünscht geklappt. Sein Trainer sieht jedoch viel Positives.

Publiziert: 17:38 Uhr

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Aktualisiert: 18:19 Uhr

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Nicola AbtReporter Sport

Simon Ammann (45) steckt mitten in der Vorbereitung auf seine 30. Weltcup-Saison. Der erste Härtetest fiel für den vierfachen Olympiasieger durchzogen aus. Beim Sommer-Grand-Prix im polnischen Wisla flog Ammann der Konkurrenz hinterher.

Cheftrainer Bine Norcic liefert die Begründung dafür. «Wir haben uns nicht speziell auf diesen Wettkampf vorbereitet. Wegen der harten Trainings waren die Sprünge deshalb etwas instabil», erklärt er.

Der Altmeister klassierte sich am vergangenen Wochenende auf den Plätzen 32 und 26 – bei einem Teilnehmerfeld, in dem zahlreiche Spitzenspringer fehlten. Damit war Ammann jeweils der viertbeste Schweizer.

Eine intensive Testphase

Gregor Deschwanden (35) flog am Nationalfeiertag als Dritter aufs Podest und bestätigte seine gute Frühform tags darauf mit Rang vier. Auch Juri Kesseli (20) überzeugte als Sechster und 19. «Sie haben mir sehr viel Freude bereitet.»

Ein solches Top-Resultat hätte Norcic aber auch den anderen Schweizern inklusive Ammann zugetraut. «Im Training sind alle sehr nahe zusammen.» Dass man diesen Wettkampf nicht überbewerten darf, hängt auch mit der aktuellen Vorbereitungsphase zusammen. «Wir testen im Moment sehr viel Material. Dafür ist diese Zeit im Sommer da.»

Deadline für die Tüftelei

Ammann ist da in seinem Element. Der Toggenburger ist als Daniel Düsentrieb des Skisprung-Zirkus bekannt. «Wir sind auf einem sehr guten Weg. Durch die vielen Tests haben wir bereits eine Idee, wie das Set-up im Winter aussehen könnte.»

Die Weltcup-Saison beginnt am 20. November im norwegischen Lillehammer. Bis dahin will Norcic die Tüftelei abgeschlossen haben. «Sonst verliert man den Fokus. Das wäre gar nicht gut.» Ammanns Verhalten im Team streicht er einmal mehr als positiv heraus. «Simon zieht voll mit und ist sehr motiviert.»

Ammann wurde aufgestuft

Der Altmeister hat also noch immer nicht genug. Und das, obwohl er in der vergangenen Saison eine weitere Enttäuschung verarbeiten musste. Ammann verpasste die Selektion für seine achten Olympischen Spiele. Damit hätte er mit dem japanischen Skispringer Noriaki Kasai (54) und der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (54) gleichgezogen.

Trotzdem wurde er auf diese Saison hin vom Swiss Ski vom B- ins A-Kader hochgestuft. Dies, weil Ammann immer wieder gute Sprünge zeigte. So klassierte er sich beispielsweise im Weltcup achtmal unter den besten 30 Athleten. Geht es nach Norcic, soll in diesem Winter ein weiterer Schritt nach vorne gelingen. «Ich bin überzeugt, dass Simon gute Leistungen zeigen wird.»