Ukraine-Krieg: Wadephul in Kiew – Russland beschießt Vorort
Ukraine-Krieg: Wadephul in Kiew – Russland beschießt Vorort
Live-Blog Ukraine: Tote nach Angriff auf Einkaufszentrum steigen auf 16 +++ Russland: Drohnen treffen Industrieanlage und Warenlager +++ Wadephul in Kiew: Ukraine wird gewinnen +++ Der Newsblog.
Der Außenminister: Er reist nach Kiew, um dem osteuropäischen Land weitere Unterstützung zuzusichern. Foto: AFP
Wadephul in Kiew – Russland beschießt Vorort
Während des Aufenthalts von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen angegriffen. Mitteilungen der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens drei Raketen eingesetzt worden. Boryspil mit dem seit Kriegsbeginn geschlossenen internationalen Flughafen liegt nur knapp 30 Kilometer östlich der Dreimillionenstadt. Luftalarm galt auch für Kiew.
Russland: Drohnen treffen Industrieanlage und Warenlager
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Region Samara sind örtlichen Angaben zufolge eine Industrieanlage sowie ein Lagerhaus des Online-Händlers Ozon getroffen worden. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, wie Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt. Ozon erklärt, die Arbeit in dem Logistikzentrum in der Stadt Tschapajewsk sei nach dem Angriff eingestellt worden. Es ist der erste bekannte Angriff auf das Unternehmen, nachdem in den vergangenen Wochen der größere Konkurrent Wildberries im Visier stand. Das russische Verteidigungsministerium gibt bekannt, in der Nacht insgesamt 457 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben.
Wadephul in Kiew: Ukraine wird gewinnen
Kurz vor dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine ist Außenminister Johann Wadephul in Kiew eingetroffen, um dem Land die anhaltende Unterstützung Deutschlands im Abwehrkampf gegen Russland zu versichern. „Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen“, sagte der CDU-Politiker nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug in Kiew.
Er verwies darauf, dass die Ukraine in den Sommermonaten „auf das Härteste“ von Russland angegriffen wurde. Wadephul warf Moskau „wahllosen Mord an Zivilisten“ sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen.
Immer mehr Menschen in Russland erkennen nach seiner Einschätzung zudem die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs für ihr eigenes Land. „Dass die Ukraine mit internationaler Unterstützung den längeren Atem hat und dass eine Fortführung des Krieges Russland nur weiter in den wirtschaftlichen Ruin führt, wird immer mehr Menschen in Russland klar“, sagt Wadephul. Dem CDU-Politiker zufolge ist die totalitäre Unterdrückung im Inneren ein Zeichen der Schwäche von Präsident Wladimir Putin. Ziel aller Maßnahmen müsse es sein, dass Putin einen Frieden akzeptiere und nicht weiter die Jugend des eigenen Landes in den Tod schicke.

Außenminister Wadephul (l.) und der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha: Wadephul warf Moskau „wahllosen Mord an Zivilisten“ vor. AFP
Ukraine: Tote nach Angriff auf Einkaufszentrum steigen auf 16
Bei dem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih steigt die Zahl der Toten auf mindestens 16. „Angriffe wie diese sind nichts anderes als Terrorakte“, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj und verweist auf eine zweite Drohne, die eine halbe Stunde nach dem ersten Einschlag in das Gebäude eingeschlagen sei; damit hätten offenbar gezielt Rettungskräfte getroffen werden sollen. Mehr als 130 Menschen seien verletzt worden, darunter 22 Kinder, teilt Regionalgouverneur Olexandr Hanscha mit. Neun Personen gelten demnach noch als vermisst. Selenskyj kündigt eine Antwort auf die Attacke in seiner Heimatstadt an.
Weitere Tote bei russischen Angriffen auf Ukraine
Bei einem Drohnenangriff in der ukrainischen Region Mykolajiw sind amtlichen Medien zufolge mindestens vier Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Zudem sei eine Frau verletzt worden, heißt es in einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Eine Stellungnahme Russlands liegt zunächst nicht vor.
Auch im Südosten der Ukraine gab es infolge russischer Angriffe mindestens drei Tote. Zudem seien 15 Menschen bei den Angriffen vor allem auf das Umland der Großstadt Saporischschja verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Es habe Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben unter anderem auf Lagergebäude gegeben.
Sechs Tote bei russischem Drohnenangriff auf Einkaufszentrum
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens sechs Menschen getötet worden. Rund 90 weitere Personen seien verletzt worden, darunter sechs Kinder, teilt Regionalgouverneur Olexandr Hanscha auf Telegram mit. 21 Menschen befänden sich in einem ernsten Zustand, darunter ein Kind.
Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt den Angriff auf seine Heimatstadt als „absolut zynisch und verabscheuungswürdig“. Eine zweite russische Drohne habe das Einkaufszentrum eine halbe Stunde nach der ersten getroffen, so Selenskyj. Dies sei ein gezielter Versuch gewesen, Rettungskräfte zu treffen. „Angriffe wie diese sind nichts anderes als Terrorakte.“ Selenskyj fordert die internationale Gemeinschaft auf, Russland zur Rechenschaft zu ziehen.
Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Krywyj Rih
Bei russischen Drohnenangriffen sind in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf der Nachrichtenplattform Telegram mit.
Unter anderem wurde der städtischen Militärverwaltung zufolge das größte Einkaufszentrum der Industriestadt angegriffen. Die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew. Die Ukraine wehrt sich seit knapp viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion.
Nach Luftraumverletzung: Finnland bestellt russischen Botschafter ein
Das finnische Außenministerium hat den russischen Botschafter wegen einer mutmaßlichen Luftraumverletzung durch ein Aufklärungsflugzeug einbestellt. Wie der finnische Grenzschutz am Freitag mitteilte, hat sich die Maschine vom Typ Il-20 am Vortag etwa drei Minuten lang im finnischen Luftraum befunden und ist dabei bis zu 8,7 Kilometer tief eingedrungen. Der Vorfall habe sich im westlichen Finnischen Meerbusen ereignet, eine Voruntersuchung sei eingeleitet worden. Die russische Botschaft in Finnland reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Selenskyj entlässt Top-Beraterin nach Hausdurchsuchung wegen Korruptionsvorwürfen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Mittwoch im Zuge einer Hausdurchsuchung der Antikorruptionsbehörde des Landes eine seiner engsten Mitarbeiterinnen entlassen.
Das berichtet die Financial Times. Demnach untersuchten die Beamten das Haus der stellvertretenden Leiterin der Präsidialverwaltung, Iryna Mudra. Die Ermittler gingen einem mutmaßlichen Geldwäsche-System nach, bei dem etwa 3,4 Millionen US-Dollar über mehrere Konten von Briefkastenfirmen geschleust worden sein sollen, berichtet die Zeitung.
Das Geld soll dafür genutzt worden sein, um eine Kaution für den früheren Energieminister Herman Haluschtschenko zu finanzieren, gegen den im vergangenen Jahr ein umfangreiches Korruptionsverfahren eingeleitet wurde. Die Behörden untersuchen ein Netzwerk, das unter der Führung aktueller und ehemaliger ukrainischer Abgeordneter gestanden und an dem auch hochrangige Mitarbeiter des Präsidialamts beteiligt gewesen sein soll. Parallel dazu wurden der FT zufolge unter anderem Vertreter der Sense Bank, Mitarbeiter des Justizministeriums sowie der Abgeordnete Wadim Stolar durchsucht.
Ukraine: Russland hat im Juli und August 52 zivile Schiffe angegriffen
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums im Juli und in der ersten Augusthälfte 52 zivile Schiffe angegriffen. Darunter befinden sich Schiffe, die Lebensmittel und andere Fracht von oder zu ukrainischen Häfen transportieren, sowie Schiffe, die in den Häfen liegen, teilt das Ministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Russland meldet Einnahme von Dorf Selene in der Ostukraine
Russische Truppen nehmen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau das Dorf Selene in der ostukrainischen Region Donezk ein. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass.
Sicherheitsbehörden finden mutmaßlich russisches Waffendepot bei Berlin
Deutsche Sicherheitsbehörden haben nach einem
Bericht von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitungin einem Waldgebiet nahe Berlin ein professionell angelegtes Waffenlager entdeckt. Bereits im vergangenen Spätsommer stießen die Beamten nach einem Hinweis auf zwei Faustfeuerwaffen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht demnach inzwischen davon aus, dass das Depot im Auftrag russischer Geheimdienste eingerichtet worden sein könnte. Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Ein Tatverdächtiger wurde in Rumänien festgenommen.
Nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden könnten die Waffen für Agenten bestimmt gewesen sein, die in Deutschland sogenannte „kinetische Operationen“ – etwa Anschläge – vorbereiten sollten. Als mögliche Ziele gelten unter anderem Rüstungsmanager, Oppositionelle im Exil und Unterstützer der Ukraine. Der Verfassungsschutz wollte den konkreten Fall nicht kommentieren und verwies grundsätzlich auf seine Zurückhaltung bei mutmaßlichen nachrichtendienstlichen Aktivitäten.
Ukraine: Mehr als 300 Tankstellen bei russischen Angriffen beschädigt
Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine in den vergangenen sechs Monaten mehr als 300 Tankstellen beschädigt oder zerstört worden. Dies teilt Energieminister Denys Schmyhal im ukrainischen Parlament mit. „Dies sind natürlich erhebliche Verluste für unsere Wirtschaft“, sagt er.
Russland: Industrieanlage im Ural nach Drohnenangriff beschädigt
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wird eine Industrieanlage in der russischen Region Perm im Ural beschädigt. Dies teilt Regionalgouverneur Dmitri Machonin mit. Um welche Anlage es sich genau handelt, lässt er offen. In der Region befindet sich jedoch eine große Ölraffinerie, die in den vergangenen Monaten wiederholt angegriffen wurde.
Ukraine: Russische Drohnen beschädigen Grenzübergang zu Moldau
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist in der Nacht ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt worden. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky ist eingestellt und wird auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert.
Russland fordert von USA mehr Einflussnahme auf Kiew
Russland sieht bei einer möglichen Beilegung des Ukraine-Konflikts vor allem die USA in der Pflicht. Es sei entscheidend, inwieweit Washington seinen Einfluss auf die Regierung in Kiew und deren europäische Unterstützer geltend mache, erklärt der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit dem Medienportal News.ru. Zwar zeigten die USA Bereitschaft zu einem „konstruktiven Dialog“, neue Vorschläge zur Konfliktlösung müssten jedoch die „Realitäten vor Ort“ widerspiegeln.
Krim: Zwei Tote bei ukrainischem Angriff
Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nannte Aksjonow nicht.
Die Ukraine verteidigt sich seit knapp viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Russland hatte die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt sie als Aufmarschgebiet und Nachschubbasis. Kiew greift daher immer wieder auch Ziele auf der Halbinsel an.
Russisches Flugzeug könnte Finnlands Luftraum verletzt haben
Ein russisches Flugzeug steht im Verdacht, über der Ostsee Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums spielte sich der Vorfall am Donnerstagnachmittag über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens ab.
„Jeder Verdacht auf eine territoriale Verletzung wird ernst genommen“, sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. „Die Ermittlungen laufen.“ Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall. Angaben dazu, um was für ein Flugzeug es sich gehandelt haben könnte, gab es zunächst nicht.
Russland greift Ukraine auch am Tag weiter an
Nach massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ist bei einer neuen Attacke am Tag mindestens ein weiterer Mensch getötet worden. Drohnentrümmer seien auf ein Geschäftszentrum gestürzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Ein Toter und zwei Verletzte seien gefunden worden, Rettungskräfte setzten die Suche in dem Gebäude fort.
Klitschko sprach von einem gezielten Angriff auf die kritische Infrastruktur. In zwei Stadtteilen könne es zu Unterbrechungen der Warmwasserversorgung kommen. Auch Kramatorsk in der Ostukraine wurde nach Behördenangaben tagsüber angegriffen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit.
Kürzlich über Lettland abgeschossene Drohen war offenbar ukrainisch
Eine am 14. August im lettischen Luftraum abgeschossene Drohne ist ukrainischen Ursprungs. Dies teilen die lettischen Streitkräfte mit. Ein im Baltikum stationierter italienischer Kampfjet hatte das Fluggerät abgeschossen, das während ukrainischer Angriffe auf russische Häfen die Grenze des Nato- und EU-Mitgliedstaats verletzt hatte.
Dem Militär zufolge flog die Drohne von Belarus aus ein, was höchstwahrscheinlich auf russische Störsignale zurückzuführen sei. Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen.
Rumänische Kampfjets zerstören Drohne vor Schwarzmeer-Gasprojekt
Rumänische F-16-Kampfjets zerstören nach Angaben von Verteidigungsminister Radu Miruta eine Seedrohne, die auf das Erdgasprojekt Neptun Deep im Schwarzen Meer zugesteuert sei. Die Ukraine habe bestätigt, dass die Drohne nicht zu ihren Streitkräften gehöre, teilt der Minister auf Facebook mit.
Russland meldet Einnahme zweier Ortschaften in Region Donezk
Russische Truppen nehmen in der ostukrainischen Region Donezk die Ortschaften Mykolajipillja und Matjaschewe ein. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Nachrichtenagentur Reuters kann die Berichte aus dem Kampfgebiet nicht unabhängig überprüfen.
Klitschko: Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew
Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt.
„Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt“, teilte der Bürgermeister bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren.
Korruptionsvorwürfe: Ukraine geht gegen Bankenvertreter vor
Vor dem Hintergrund neuer Ermittlungen der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden will die Regierung in Kiew den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstandschef einer staatlichen Bank von ihren Aufgaben entbinden. Das teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj am Abend bei Telegram mit. Die von den Anti-Korruptionsbehörden veröffentlichten Fakten bräuchten eine angemessene Bewertung und dürften nicht ohne Reaktion bleiben, erklärte er.
Die Anti-Korruptionsbehörden des Landes hatten zuletzt Durchsuchungen bei Verdächtigen durchgeführt und am Mittwochmorgen über eine „Spezialoperation“ informiert. Bei den Vorwürfen der Ermittler geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.
Im Fokus stand dabei auch die bisherige Vizechefin des Präsidialamtes in Kiew, Iryna Mudra, die Präsident Wolodymyr Selenskyj wenige Stunden später entließ. Zu den Gründen machte er keine Angaben. Mudra bestätigte am Abend bei Facebook, dass es am Morgen eine Durchsuchung bei ihr gegeben habe und sie mit den Behörden kooperiere. In der Stellungnahme hieß es außerdem, dass sie ihren Rücktritt eingereicht habe.

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