Freitag: Drohne trifft Kühlturm von russischem AKW bei Kursk
Ukraine-News
Drohne trifft Kühlturm von russischem Atomkraftwerk
Stand: 19.09.2026 03:30 Uhr
Diese Ukraine-News vom Freitag, 18. September 2026, sind beendet.
von MDR AKTUELL
Aktuelle Ukraine-News
18.09.2026 23:39 Uhr
Ukraine-News vom Freitag, 18. September 2026
- Drohne hat AKW-Kühlturm in Russland getroffen
- Ukraine gründet Karpaten-Bündnis mit Nachbarländern
- UN berichtet über sexualisierte Gewalt im Ukraine-Krieg
- Russisches Generalkonsulat in Bonn seit heute geschlossen
- Ereignisse gestern – Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
18.09.2026 20:32 Uhr
Haushaltsloch der Ukraine "astronomisch"
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Haushaltsloch der Ukraine als "astronomisch" bezeichnet. Seine Regierung arbeite an "Vorschlägen, um das von mir angesprochene Defizit zu beheben, das – unter uns gesagt – astronomisch ist", zitierten ihn Journalisten beim Gipfel der Karpaten-Staaten. (Quelle: dpa)
18.09.2026 20:10 Uhr
Tote in Charkiw und Verletzte in Odessa
Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine heute mindestens zwei Menschen getötet und viele verletzt worden. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen bei einer Attacke nach Angaben der Militärverwaltung in Balaklija mindestens zwei Zivilisten um. Zwei weitere seien verletzt worden. Auch die Hafenstadt Odessa im Süden am Schwarzen Meer war wieder Ziel. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden, teilte der Gebietsgouverneur mit. Ein Verwaltungsgebäude sei in der Stadt beschädigt worden und es sei ein zweites Mal angegriffen worden, als Rettungskräfte vor Ort eingetroffen seien. (Quelle: dpa)
18.09.2026 19:21 Uhr
AKW-Kühlturm wurde schon gestern getroffen
Der Kühlturm des Atomkraftwerks bei Kursk im Westen von Russland ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde bereits gestern am frühen Morgen getroffen worden. Weder teilte Russland etwas dazu mit, noch bisher die Ukraine. Woher die Drohne kam, blieb damit also unklar. (Quelle: AFP)
18.09.2026 17:57 Uhr
Zusätzliche deutsche Nato-Jets nach Lettland
Nach Angaben des lettischen Verteidigungsminister Raivis Melnis werden Ende des Monats vier zusätzliche deutsche Eurofighter nach Lettland verlegt. Sie sollen helfen den lettischen Luftraum während der Parlamentswahlen zu schützen, gemeinsam mit der italienischen und der türkischen Luftwaffe. Die Stationierung erfolgt laut Melnis auf eine Anfrage des Landes bei der Nato. (Quelle: EaBU)
18.09.2026 17:37 Uhr
Noch keine Einigung auf Verlängerung der Sanktionen
Wenige Tage vor dem Ablauf einer Frist verhandelt die EU weiter über die Verlängerung der bestehenden Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs. Die irische EU-Präsidentschaft teilte heute mit, weitere "Konsultationen" vor dem nächsten Treffen von Vertretern der 27 Mitgliedstaaten am Montag seien nötig. Hintergrund ist die Forderung Frankreichs, den Milliardär Alischer Usmanow von der Sanktionsliste zu streichen – warum ist unklar. (Quelle: AFP)
18.09.2026 17:30 Uhr
Eine Drohne hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde den Kühlturm eines Reaktors im russischen Atomkraftwerk Kursk getroffen. Der Reaktor sei zur Zeit des Angriffs in Betrieb gewesen, teilt die IAEA mit. Der Betrieb laufe aber unverändert weiter, ein Feuer sei dort nicht ausgebrochen. (Quelle: Reuters)
18.09.2026 15:57 Uhr
Russische Wahllokale auch in Transnistrien
Russland hat 15 Wahllokale auch in der moldauischen Region Transnistrien eingerichtet. Die Regierung der Republik Moldaus protestierte gegen diese Verletzung ihrer Souveränität. In der von viuelen russisch-stämmigen Menschen bewohnten Region zwischen der Ukraine und der Republik Moldau sind auch russische Soldaten stationiert. (Quelle: EBU)
18.09.2026 15:32 Uhr
Wohnungen in Krementschuk zerstört
Nach Angaben der Militärverwaltung der ukrainischen Region Poltawa sind bei russischen Angriffen in Krementschuk heute drei Menschen verletzt worden. Alle seien in Krankenhäuser gekommen. Der Angriff habe privaten Betrieben gegolten. Dabei seien auch Wohnhäuser und Autos beschädigt worden. (Quelle: EBU)
18.09.2026 14:21 Uhr
Selenskyj gründet neues Handelsbündnis
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat heute ein neues regionales Bündnis aus acht Ländern der Karpatenregion ins Leben gerufen. Die Kooperation zwischen Rumänien, Serbien, Polen, der Slowakei, Tschechien, Österreich, Ungarn und der EU soll Handel und Sicherheitszusammenarbeit fördern. Selenskyj dankte den Verbündeten dafür, dass sie Handels- und Transportwege seit dem russischen Einmarsch im Jahr 2022 offen gehalten haben. An dem Gründungstreffen im Westen der Ukraine, das bis Sonntag dauern soll, nahmen unter anderem der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der serbische Präsident Aleksandar Vucic und der rumänische Präsident Nicusor Dan teil. (Quelle: Reuters)
18.09.2026 13:18 Uhr
Nestlé prüft Schritte gegen Zwangsverwaltung
Nestlé prüft rechtliche Schritte gegen die Zwangsverwaltung seiner russischen Tochtergesellschaften. Der Schweizer Lebensmittelkonzern teilte mit, man bewerte das Dekret von Präsident Wladimir Putin und werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um seine Rechte zu wahren. Putin hatte das Russland-Geschäft von Nestlé und des französischen Einzelhändlers Auchan unter staatliche Verwaltung gestellt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, bislang gehe es ausschließlich um die Verwaltung, nicht um eine Übertragung der Vermögenswerte an neue Eigentümer. Als Grund wurde die Herkunft der Unternehmen aus "unfreundlichen" Staaten genannt. Nestlé hat in Russland sechs Produktionsstandorte. (Quellen: dpa, Reuters)
18.09.2026 13:13 Uhr
Sotschi: Wahllokale bei Drohnenalarm geschlossen
Bei der russischen Parlamentswahl sind Wahllokale in der russischen Schwarzmeer-Metropole Sotschi heute kurze Zeit wegen Drohnenalarms geschlossen worden. Aus Sicherheitsgründen hätten Mitglieder der Wahlkommission, Wahlberechtigte und Beobachter vorübergehend in Schutzräumen Zuflucht gesucht, sagte Bürgermeister Andrej Proschunin. Wenig später gab er Entwarnung. (Quelle: dpa)
Video: Parlamentswahlen in Russland haben begonnen (1 Min)
18.09.2026 13:11 Uhr
UN-Büro dokumentiert sexualisierte Gewalt
Das UN-Menschenrechtsbüro hat seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 insgesamt 1.004 Fälle sexualisierter Gewalt und Folter in der Ukraine dokumentiert. Nach Angaben von Danielle Bell, Leiterin der UN-Beobachtungsmission in der Ukraine, seien in 89 Prozent der untersuchten Fälle die Taten von russischen Soldaten, Polizisten oder Wachpersonal verübt worden. Die meisten Opfer seien Männer in Gefangenschaft. Das UN-Büro habe unter anderem Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen, Genitalverstümmelungen, Elektroschocks sowie Schläge gegen die Genitalien dokumentiert. Bell betonte, die erfassten Fälle seien nur ein Bruchteil, denn man könne nur Betroffene befragen, die aus Gefangenschaft entlassen worden oder geflohen seien. Auch 112 Fälle sexualisierter Gewalt gegen russische Kriegsgefangene seien dokumentiert. (Quellen: dpa, epd)
18.09.2026 13:01 Uhr
Merz drängt EU-Partner zu mehr Ukraine-Hilfe
Bundeskanzler Friedrich Merz hat an Regierungen anderer EU-Staaten appelliert, mehr Geld für die Ukraine bereitzustellen. "Bei der Unterstützung der Ukraine ist ein stärkeres Engagement anderer Mitgliedstaaten angemessen und dringend erforderlich", schrieb der CDU-Politiker in einer Erklärung mit den Regierungschefs von Dänemark, den Niederlanden, Österreich und Finnland. Gemeinsam mit Schweden leisten die fünf Länder nach eigenen Angaben derzeit rund 70 Prozent der Ukraine-Hilfe der EU-Staaten. Konkrete Adressaten nennen die fünf Regierungschefs nicht. Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft stellten etwa Italien, Frankreich und Spanien zuletzt vergleichsweise wenig Geld bereit. (Quelle: dpa)
18.09.2026 12:58 Uhr
Ein Toter in der russischen Region Kursk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Region Kursk sind nach Angaben russischer Behörden ein Mann getötet und drei verletzt worden. Zudem soll ein Mensch bei Beschuss der von Russland kontrollierten Stadt Enerhodar in der ukrainischen Region Saporischschja getötet worden sein. (Quelle: Reuters)
18.09.2026 12:55 Uhr
Ukraine erhält 3,3 Milliarden Euro von der EU
Die Ukraine hat eine Tranche über 3,3 Milliarden Euro aus dem EU-Unterstützungsdarlehen erhalten. Das Geld solle vorrangig für Verteidigung verwendet werden, insbesondere für den Kauf von Luftwabwehr-Raketen und Drohnen, teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj mit. (Quelle: Reuters)
18.09.2026 11:04 Uhr
Russisches Generalkonsulat in Bonn geschlossen
Das russische Generalkonsulat in Bonn ist seit heute geschlossen. Außenminister Johann Wadephul hatte die Schließung nach dem versuchten Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle angeordnet, für den die Bundesregierung Russland verantwortlich macht. Das Auswärtige Amt hatte allen dort gemeldeten Diplomaten und Konsularbeamten aufgegeben, Deutschland zu verlassen. Bereits am Mittwoch sind Beschäftigte mit einem von der Bundesregierung genehmigten Sonderflug ausgereist. Moskau hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und mit Gegenmaßnahmen reagiert. Unter anderem wurde die Schließung der Goethe-Institute angeordnet und des deutschen Generalkonsulats in St. Petersburg. (Quelle: MDR)
Video: Generalkonsulat in Bonn jetzt geschlossen (1 Min)
18.09.2026 10:49 Uhr
Tote nach im Gebiet Schytomyr
Durch russische Angriffe sind im Gebiet Schytomyr westlich von Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Witalij Bunetschko, mit. Den Angaben zufolge wurde ein ziviles Unternehmen auf einem Industriegelände im Landkreis Korosten angegriffen. Brände in Lagerhallen und Betrieben seien gelöscht. (Quelle: dpa)
18.09.2026 09:44 Uhr
Ukraine wehrt Drohnen und Marschflugkörper ab
Russland hat die Ukraine in der Nacht mit insgesamt 93 Drohnen und Flugkörpern angegriffen. Wie die ukrainische Luftwaffe berichtete, wurden 72 davon abgewehrt. Demnach habe Russland unter anderem Drohnen der Typen "Shahed" und "Gerbera" sowie Täuschdrohnen eingesetzt, dazu Marschflugkörper vom Typ "Banderol" oder "Dan-T". Gestartet worden seien sie unter anderem aus den russischen Regionen um Orel und Millerowo, vom Asowschen Meer sowie aus den von Russland besetzten Gebieten auf der Krim und der Region Donezk. (Quelle: Ukrinform)
18.09.2026 09:36 Uhr
Moskau meldet Abwehr hunderter Drohnen
Die russische Armee hat nach Behördenangaben zahlreiche auf Moskau zusteuernde Drohnen abgefangen. Mehr als 350 unbemannte Fluggeräte hätten sich zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen auf das Gebiet der russischen Hauptstadt zubewegt, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram. "Die meisten" seien Berichten zufolge "am äußeren Verteidigungskreis" zerstört worden, erklärte Sobjanin. Davon seien 64 abgefangen worden seien, während sie sich Moskau genähert hätten. (Quelle: AFP)
18.09.2026 07:47 Uhr
Russland greift ukrainischen Paketdienst an
Russland hat nach eigenen Angaben mit Drohnen ein Logistikzentrum des ukrainischen Paketdienstes Nova Poshta nahe der Hafenstadt Odessa angegriffen. Zudem sei ein Frachtschiff im nahegelegenen Hafen von Tschornomorsk attackiert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Beide Ziele seien von der Ukraine für militärische Zwecke genutzt worden. Eine Stellungnahme der ukrainischen Seite lag zunächst nicht vor. (Quelle: Reuters)
18.09.2026 07:46 Uhr
Verletzte bei Drohnenangriff auf Region Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff am Morgen in der Region rund um die ukrainische Hauptstadt Kiew werden nach Angaben der Behörden fünf Menschen verletzt. Darunter seien drei Kinder, teilte der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. (Quelle: Reuters)
18.09.2026 05:00 Uhr
Putin: Duma-Wahl ist Abstimmung über den Krieg
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Russen aufgefordert, mit ihrer Stimmabgabe einen Beitrag zum Sieg im Ukraine-Krieg zu leisten. Putin rief die Bürger dazu auf, ihre Stimme abzugeben, um der russischen Armee zu zeigen, dass "hinter unseren Kämpfern Millionen von Menschen stehen" und eine "gemeinsame Antwort an diejenigen zu geben, die Russland schwächen wollen".
Russland-Experten hatten zuletzt betont, der Kreml sehe das Ergebnis der Duma-Wahl als Stimmungsbarometer, da der Ukraine-Krieg zunehmend Auswirkungen auf die russische Zivilbevölkerung habe. Für Putin sei die Wahl "persönlich, emotional und politisch sehr wichtig", sagte die russische Politikexpertin Tatjana Stanowaja, die in Frankreich lebt. (Quelle: dpa)
18.09.2026 03:43 Uhr
Selenskyj kündigt neue Gespräche mit den USA an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat baldige Gespräche mit den USA angekündigt. Dabei werde es um Aussichten auf eine Friedenslösung gehen, aber auch um Energie, Ernährungssicherheit und Waffen, sagte Selenskyj: "Es wird neue Hilfspakete für die Ukraine geben, insbesondere bei der Flugabwehr." Offen blieb, wann und mit wem auf US-Seite gesprochen werden soll. (Quelle: dpa)
18.09.2026 00:02 Uhr
Die Ereignisse gestern – am 17. September 2026
Der US-Kongress hat neue Russland-Sanktionen beschlossen. Die Maßnahmen richten sich gegen russische Amtsträger, Banken und die "Schattenflotte", mit der Öl-Sanktionen umgangen werden. Erstmals und auf diplomatischer Ebene von Bedeutung soll auch der russische Präsident Wladimir Putin mit einem Verbot der Einreise in die USA belegt werden. Ob und wann US-Präsident Donald Trump das Gesetz unterzeichnet, ist allerdings offen. Noch vor einem Jahr hatte Trump den russischen Machthaber zu einem großen Gipfeltreffen in Alaska empfangen.
Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew hat es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens 18 Verletzte gegeben. Unter anderem seien Wohnhäuser, Bürogebäude und ein Lager beschädigt worden. Nach ukrainischen Angaben ist zudem bei einem russischen Drohnenangriff im Schwarzen Meer der Kapitän eines zivilen Schiffes getötet worden.
Video: 18 Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew (1 Min)
Unterdessen haben im fernen Osten in Russland die ersten Parlamentswahlen seit dem Beginn des Kriegs gegen die Ukraine begonnen. Bis Sonntag können die Russen über die 450 Sitze der Duma abstimmen.
18.09.2026 00:01 Uhr
Ukraine-News am Freitag, 18. September 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.