Vor mega Kulisse von 18.737 Zuschauern: KSV Hessen verliert 0:5 gegen Schalke
Stand: 01.08.2026, 16:20 Uhr
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Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel unterlag Bundesliga-Rückkehrer Schalke 04 im ausverkauften Auestadion. Der Test war für die Löwen etwas Besonderes.
Kassel – Ein ausverkauftes Auestadion, fünf Schalker Tore und ein tapferer Auftritt des Außenseiters: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel erlebte einen besonderen Nachmittag. Vor 18.737 Zuschauern verlor die Mannschaft von Trainer René Klingbeil gegen den Bundesliga-Rückkehrer 0:5 (0:2). In der Anfangsphase hatten die Löwen richtig gut dagegen gehalten, erst nach der Pause wurde der Druck der Schalker immer größer.
Um 13.09 schallen erstmals die langezogenen „Schaaaalke“-Rufe durch das Stadion. Die Königsblauen kommen zum Aufwärmen auf den Platz. Der Bus aus Gelsenkirchen war mit einiger Verspätung in Kassel eingetroffen. So wie viele Zuschauer im geordneten Verkehrschaos rund um das Auestadion. Die Sonne strahlt. Die Stimmung ist glänzend aufgeregt. Blau und Weiß überwiegt auf den sich immer mehr füllenden Rängen. Das ist nicht unbedingt überraschend. Aber die Gastgeber müssen sich nicht verstecken. Die Nordkurve ist fest in Löwen-Hand. Und: Sehr viele Menschen tragen einen eigens für die Partie entworfenen Schal: eine Hälfte KSV, die andere S04.
Vor dem Spiel marschiert eine Bergmannskapelle durch das Stadion. Den Löwen-Fans in der Nordkurve ist das fast schon zuviel. Als Arndt Kotlenga die Hymne „Königsblauer S04“ anstimmt, halten sie spöttische Spruchbänder hoch: „Herzlich willkommen allen Nordhessen zum Heimspiel des FC Schalke.“ Nachdem die Vereinsfahnen dann mit zwei Fallschirmspringern in das Stadion eingeschwebt sind, wird es ruhig im Stadion. Die Zuschauer erheben sich zu einer Schweigeminute für die kürzlich verstorbene KSV-Legende Holger Brück.
Dann aber steht der Sport im Mittelpunkt. Die neue Saison rückt näher, für die Gastgeber wie für die Gäste. Das zeigt sich auch in den Aufstellungen. Schalkes Trainer Miron Muslic hat eine Startelf auf dem Spielfeld, die so auch in der Bundesliga antreten könnte. Torhüter Loris Karius ist dabei. Kapitän Kenan Karaman. Mittelfeld-Dauerläufer Soufiane El-Faouzi. Beim KSV sieht es etwas anders aus. René Klingbeil muss auf Tobias Boche, Joshua Kopf und Cemal Kaymaz verzichten. Auf der Bank sitzt mit Dildar-Diego Suleyman ein Zentraler Mittelfeldspieler, den die Kasseler kurzfristig aus Havelse verpflichtet haben, dazu mit Joselpho Barns ein Testspieler.
In der 21. Minute wird dann schon der erste Wechsel nötig. Torhüter Jonas Nickisch muss vom Platz, nachdem er einen Fuß ins Gesicht bekommen hatte. Für ihn steht dann Finn Sauer zwischen den Pfosten. Aber: Es traf auch einen Schalker: Ausgerechnet Neuzugang Robin Gosens verließ bereits in der 15. Minute angeschlagen das Feld, für ihn kam Vitalie Becker.
Der Regionalligist machte es dann gut gegen den Bundesliga-Aufsteiger, hatte durch Jan Dahlke (12.) früh eine gute Chance - die dann aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.
Schalke brauchte etwas Anlauf, um dominant zu werden. In der 20. Minute traf Adil Aouchiche, stand jedoch knapp im Abseits. Kurz darauf hätte aber auch der Außenseiter in Führung gehen können. Maurice Springfeld verpasste bei einer Ecke aber knapp den Ball. Zur Pause stand es dann aber doch 0:2. Zunächst nutzte Karaman ein Missverständnis in Kassels Defensive (36.), dann traf Adamu im zweiten Versuch, nachdem Sauer den ersten Ball noch pariert hatte.
Die Löwen-Anhänger ließen dem Bannerprotest auch fehlende Stimmung folgen. Die Atmosphäre passte so nicht ganz zum tollen Rahmen.
Nach dem Wechsel wurde die Überlegenheit des Bundesligisten dann deutlich größer. Die Löwen bekamen Probleme, den Ball geordnet aus der eigenen Hälfte zu bekommen. Aouchiche erhöhte mit einem Flachschuss auf 3:0 (59.). Sauer verhinderte dann gegen Karaman den vierten Treffer, griff kurz darauf aber bei Moussa Syllas Distanzschuss daneben. In der 62. Minuten stand es so 0:4. Und das 0:5 gab es auch noch, diesmal traf Schalkes Neuzugang Satoshi Tanaka. Das war der Endstand an einem besonderen Nachmittag im ausverkauften Auestadion.
Die Statistik
KSV: Nickisch (21. Sauer) - Najjar (56. Podolski), Springfeld (56. Knipping), Duah, Bonianga (75. Bindbeutel) - Rothweiler (56. Suleyman, 86. Harms) - Damer (56. Liesche Prieto), Sararer (75. Fuchs), Bravo Sanchez (75. Hagemann), Richter (46. Böyükata) - Dahlke (56. Barns)
Schalke: Karius (60. Müller) - Ayhan (60. Wöber) Kurucay, Gosens (15. V. Becker/69. Vozar) - T. Becker, Schallenberg (75. Bachmann), El-Faouzi (84. Porath), Aouchiche - Karaman (75. Lasme), Adamu (46. Sylla), Ljubicic (60. Tanaka)
Tore: 0:1 Karaman (36.), 0:2 Adamu (41.), 0:3 Auchiche (59.), 0:4 Sylla (62.), 0:5 Tanaka (74.).
Zuschauer: 18.737 (ausverkauft)