„Wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens“: Gemeinde erhöht Zuschuss für Kapelle deutlich


Stand: 19.09.2026, 12:00 Uhr

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Thomas Wieser schwingt seit Januar den Taktstock bei der Peitinger Knappschafts- und Trachtenkapelle.

Thomas Wieser schwingt seit Januar den Taktstock bei der Peitinger Knappschafts- und Trachtenkapelle. © Hans-Helmut Herold

Jährlich unterstützt die Gemeinde Peiting die Knappschafts- und Trachtenkapelle mit einem Dirigentenzuschuss. Nun hat der Gemeinderat auf Antrag des Vereins einer Erhöhung der finanziellen Zuwendung zugestimmt.

Peiting – Seit Anfang des Jahres schwingt bekanntlich ein neuer Dirigent den Taktstock bei den Peitinger Musikern. Mit der Verpflichtung von Thomas Wieser ist der Knappschafts- und Trachtenkapelle dabei ein echter Coup gelungen, schließlich bringt der Steingadener Profi-Dirigent viel Erfahrung mit. Dass dessen Arbeit Früchte trägt, habe man bei den ersten Auftritten unter seiner Leitung bereits gesehen, stellte Bürgermeister Peter Ostenrieder in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats anerkennend fest.

Doch Qualität kostet Geld. Um Wieser eine längerfristige Perspektive bieten zu können, hatten die Musiker in einem Antrag um eine Erhöhung des Dirigentenzuschusses gebeten, der sich bislang auf jährlich 7.773 Euro beläuft und seit 2003 nicht mehr angepasst worden war. Seitdem jedoch hätten sich die Kosten für eine qualifizierte Dirigententätigkeit nahezu verdoppelt, begründet die Kapelle ihren Antrag. Auch die sonstigen Ausgaben des Vereins würden stetig steigen.

Entsprechend nachvollziehbar hielt der Rathauschef die Bitte, zumal der bislang ausgezahlte Betrag bereits das Ergebnis einer Kürzung war, die der Markt 2003 wegen der angespannten Haushaltslage beschlossen hatte. Die Kapelle sei ein „Aushängeschild“ für die Gemeinde und begleite regelmäßig öffentliche Veranstaltungen des Markts, betonte Ostenrieder. Zudem leiste sie wertvolle Jugendarbeit.

Der Vorschlag der Verwaltung sah vor, dem Wunsch der Musiker auf eine Erhöhung des Zuschusses auf mindestens 10.000 Euro zu folgen, aber von einem vollständigen Inflationsausgleich, der sich auf 12.300 Euro belaufen würde, mit Blick auf den Haushalt abzusehen.

Gremium für großzügigere Lösung

Im Gremium ging das aber vielen nicht weit genug. Die Knappschafts- und Trachtenkapelle sei eine Institution in Peiting, befand CSU-Fraktionschef Michael Deibler und plädierte für die großzügigere Lösung. Ähnlich argumentierte Marion Gillinger (ÖDP), die von einem „wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens“ sprach, der die Kapelle sei. Auch von der Bürgervereinigung und der SPD hielt man einen höheren Zuschuss für angebracht, sodass am Ende auch der Bürgermeister auf den Mehrheitskurs einschwenkte.

Nur Christian Lory (Unabhängige) warnte davor, mit einer solchen Anhebung Begehrlichkeiten zu wecken. „Wir haben noch viele andere Vereine in Peiting“, gab er zu bedenken, und hielt es mit Blick auf die Haushaltslage für besser, den Zuschuss bei 10.000 Euro zu deckeln. Für Ostenrieder stach sein Argument allerdings nicht. Man habe zwar viele Vereine, „aber nur wenige, die unsere Veranstaltungen so dekorieren wie die Knappschaftskapelle“.

Am Ende war es einzig Lory, der dagegen stimmte, den Dirigentenzuschuss auf 12.000 Euro anzuheben.

Übrigens: Wer sich selbst vom Können der Musiker überzeugen möchte, der hat dazu bereits am Samstag, 26. September, die nächste Gelegenheit. Um 17.30 Uhr findet dann das traditionelle Michaeli-Konzert vor dem Rathaus in Peiting statt.