Microsoft räumt Windows 11 auf und beschleunigt es
Windows 11 soll schneller und weniger nervig werden – erste Änderungen rollen bereits aus
Microsoft reagiert und krempelt Windows 11 ordentlich um. Das Ziel: mehr Leistung, spürbarer Geschwindigkeitszuwachs und weniger Nerverei.
Im März kündigte Windows-Präsident Pavan Davuluri ein größeres Windows-11-Update an, das unter anderem einen schnelleren Datei-Explorer, weniger Copilot-Integration und einen geringeren Speicherverbrauch bringen soll. Anfang August bestätigte Microsofts Vice President Scott Hanselman auf der Plattform X, dass am Tempo des Betriebssystems gearbeitet wird. Das ist praktisch die erste öffentliche Aussage seitens Microsoft, die eingesteht, dass Windows 11 schneller sein könnte, oder anders ausgedrückt: Windows 11 ist langsam.
Ein Punkt der Optimierung betrifft den Arbeitsspeicher. Microsoft spricht inzwischen ausdrücklich Geräte mit 8 GiB RAM und mehr an und will diese bis Ende 2026 spürbar besser unterstützen. Dazu gehören ein effizienterer Memory Allocator sowie Optimierungen an WinUI 3, Chromium und WebView2-Komponenten, die im Betriebssystem verbaut sind (wir berichteten hier darüber). Microsoft selbst hat ein Dokument, in dem 32 GiB RAM für Windows 11 als "sorgenfreie Option" genannt wurden, mittlerweile gelöscht (hier unsere News dazu).
Mehrere ältere Systemdialoge wurden bereits auf das schlankere WinUI-Framework umgestellt, etwa die Druckverwaltung und der Eigenschaften-Dialog im File Explorer. Dazu kommen das schnellere Starten von Anwendungen, weniger Verzögerungen und mehr Leistung bei der Navigation und Dateioperationen. Das sogenannte Low-Latency-Profil, das die CPU-Frequenz beim Öffnen von Startmenü oder Suche kurzzeitig erhöht, ist seit Juni auf allen aktualisierten Windows-PCs verfügbar. Zusätzlich wurden Boot- und Anmeldezeiten sowie das Löschen großer, fragmentierter Dateien im Datei-Explorer beschleunigt.
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Microsoft reduziert zudem weiterhin Ablenkungen im Betriebssystem. Dazu zählen weniger Copilot-Einstiegspunkte, ruhigere Widgets sowie Feed-Inhalte, die sich einfacher abschalten lassen. Seit Mai sind MSN-Feed-Inhalte in den Widgets standardmäßig deaktiviert, und die Windows-Suche wurde von MSN-Kacheln sowie werblichen Web-Suchergebnissen befreit. Auch die Foto-App wurde in Teilen von Ballast befreit.
Windows 11 wurde bereits an vielen Orten optimiert, doch es geht noch mehr
Ein Teil der von den Kunden geforderten Maßnahmen wurde bereits implementiert, etwa das Low-Latency-Profil und die entschlackte Suche. Andere Punkte, darunter die RAM-Optimierung für 8-GB-Systeme, befinden sich noch in der Umsetzung und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Insgesamt könnte 2026 somit das Jahr mit den umfangreichsten Anpassungen in Bezug auf Leistung und Nutzeroberfläche von Windows 11 werden. In Hinblick auf das Erstarken von Linux-Distributionen kommt Microsoft da nicht drumherum, wenn es seine Nutzer halten möchte.
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Quelle: via Windows Latest