Windpark Diepholz verfünffacht Leistung: 128,5 Millionen Kilowattstunden
Stand: 02.09.2026, 13:20 Uhr
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Neun moderne Windanlagen ersetzen fünf alte aus dem Jahr 2003. Die installierte Leistung steigt von neun auf 48,7 Megawatt.
Diepholz – „Heute ist der perfekte Tag“, erklärte Gerard Meindertsma von WestWind Energy bei der Begrüßung der Besucher. „Es ist windig und trocken.“ Denn das Unternehmen hatte Grundstückseigentümer, Kommanditisten, die Stadt Diepholz, Anwohner sowie Geschäftspartner und Dienstleister zu einem Mühlenfest in das Diepholzer Bruch eingeladen. Viele Gäste waren gekommen, um den Windpark zu besichtigen und sich inmitten der Windanlagen persönlich auszutauschen.
„Sie dürfen gerne nach oben gehen“, hieß es von Seiten der „Windmüller“. Doch damit war keinesfalls der Aufstieg in eine der Windanlagen mit einer Nabenhöhe von 166 Metern gemeint. Vielmehr musste nur eine kleine Stahltreppe bewältigt werden, die vom Festplatz bis zum Eingang einer geöffneten Windanlage führte. Hier gab Mitarbeiter Felix Zieß den neugierigen Besuchern ausführliche Hinweise über die unbekannte Technik der Anlage. So mancher Gast blickte dabei staunend nach ganz oben und war aber froh, doch lieber unten am Boden bleiben zu dürfen.

Projektleiter Gerrit Bokelmann erinnerte in seiner Ansprache zwar an die Geschichte des Windparks, sagte aber auch: „Wenn man acht Jahre an einem Projekt arbeitet, dann ist es schön, irgendwann einmal nicht mehr über Genehmigungen, Gutachten oder Baustellen zu sprechen, sondern einfach gemeinsam zu feiern.“ Vor allem möchte WestWind den Beteiligten „Danke sagen“, denn sie hätten das Projekt über die Jahre begleitet und möglich gemacht.
Das Repowering-Projekt im Diepholzer Bruch ersetzt fünf Windenergieanlagen eines älteren Typs aus dem Jahr 2003. Entstanden sind neun moderne Anlagen: acht Enercon E-160 und eine Enercon E-138. Die installierte Leistung steigt damit von neun Megawatt auf etwa 48,7 Megawatt. „Also mehr als fünfmal so viel installierte Leistung“, führte der Projektleiter aus. „Die neuen Anlagen werden voraussichtlich rund 128,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produzieren. Das entspricht rechnerisch ungefähr dem Stromverbrauch von 45.000 Haushalten.“ Die prognostizierte CO₂-Einsparung belaufe sich auf 96.700 Tonnen. Ebenfalls würdigte der Projektleiter die Nachhaltigkeit beim Bau. So stammte „ein großer Teil des Schotters für die neuen Kranstellflächen aus dem Rückbau der alten Anlagen“. Eine weitere Besonderheit habe es bei der Enercon E-138 gegeben. „Ihr Hybrid-Stahlturm wurde mit emissionsreduziertem Stahl errichtet.“
Bokelmann betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, denn „ohne diese Zusammenarbeit würde hier heute keine einzige Anlage stehen“. Es sei wichtig, dass die Menschen und Kommunen in der Umgebung auch von diesem Windpark profitieren. Der Projektleiter wies auf den Klima-Sparbrief hin, der gemeinsam mit der Kreissparkasse Diepholz den Anwohnern angeboten wurde. Auch die Kommunen Diepholz, Wetschen, Rehden und Lembruch würden finanziell von dem Windpark profitieren. „Dazu kommen Gewerbesteuereinnahmen und Aufträge für Unternehmen aus der Region“, erklärte er. „Die Energiewende findet hier statt und die Region soll auch etwas davon haben.“