Die duale Berufsausbildung hatte schon einfachere Zeiten. Betrieben fällt es schwerer, Nachwuchskräfte zu finden. Manche erhalten nicht einmal Bewerbungen. Noch komplizierter wird die Lage, wenn Auszubildende ihre Lehre abbrechen. Betriebe verlieren damit potentielle Fachkräfte, Berufseinsteiger werden vorübergehend arbeitslos. Solche Fälle sind nicht selten: Etwa drei von zehn Ausbildungsverträgen werden vorzeitig gelöst. „Die Lösungsquote erreichte in den letzten Jahren einen Höchststand“, heißt es von der Bundesagentur für Arbeit. Im Jahre 2005 wurde jeder fünfte Ausbildungsvertrag gelöst, im Jahre 2015 war es knapp jeder vierte. In absoluten Zahlen gemessen, wurden im Jahr 2024 rund 159.000 Verträge vorzeitig gelöst, wie aus dem Berufsbildungsbericht der Bundesregierung hervorgeht.