Nahostkonflikt
Türkei will Interpol-Fahndung nach Netanjahu wegen Gaza-Flotille
Israelische Streitkräfte hatten in internationalen Gewässern das Feuer auf mindestens zwei Schiffe der "Global Sumud Flotilla" eröffnet
Istanbul – Die Türkei will den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu international zur Fahndung ausschreiben lassen. Das Justizministerium in Ankara habe beim Innenministerium beantragt, bei der Polizeiorganisation Interpol eine sogenannte "Red Notice" zu erwirken, teilte Justizminister Akin Gürlek am Freitag auf der Plattform X mit. Hintergrund ist ein türkisches Strafverfahren im Zusammenhang mit einem israelischen Angriff auf eine Hilfsflotte für den Gazastreifen im Mai. Das Nato-Mitglied Türkei gehört zu den schärfsten Kritikern von Israels militärischem Vorgehen im Gazastreifen und hat nationale Haftbefehle gegen Netanjahu erlassen. Die Regierung in Ankara wirft Israel Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen das Völkerrecht vor. Israel weist diese Anschuldigungen zurück.












