Kommentar: Bosch kauft sich zurück in die schwarzen Zahlen


Kommentar: Bosch kauft sich zurück in die schwarzen Zahlen

Der größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte hübscht die erstmals veröffentlichten Halbjahreszahlen auf. Aber es wird dauern, bis das geliehene Kapital wieder eingespielt ist.

Bosch-Forschungscampus Renningen bei Stuttgart. Foto: Bosch

Die erstmals veröffentlichten Halbjahreszahlen des Stiftungskonzerns Bosch sollen mehr Transparenz auf dem Kapitalmarkt für Investoren schaffen. Ausgefallen sind sie nicht schlecht, aber auch nicht  berauschend: 3,6 Prozent Umsatzplus, 4,6 Prozent Rendite und unter dem Strich rund eine Milliarde Euro Gewinn.

Nach dem erstmaligen Verlust im Vorjahr seit der Pandemie steht Bosch damit immerhin im Gesamtjahr vor der Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Zumal Finanzchef Markus Forschner ankündigte, dass die Rückstellungen für Personalabbau deutlich geringer sein werden als in den Vorjahren. Der Konzern streicht in Deutschland weit über 25.000 Stellen. Um wieder schwarze Zahlen zu schreiben, hat Forschner auch bei Sachinvestitionen gekürzt.

Zahlen sehen halbwegs robust aus

Insgesamt sehen die Zahlen noch halbwegs robust aus in einem schwierigen Jahr mit gigantischen Transformationsproblemen der gesamten Autoindustrie, unkalkulierbaren Georisiken und Kaufzurückhaltung bei Konsumgütern.

Eines sticht aber heraus: Fischers wichtigstes Baby gleicht gerade die Währungsverluste und Wachstumsschwächen im Konzern aus. Vor seiner Berufung an die Spitze war Fischer für M&A verantwortlich. Er trieb den Kauf des Klimaanlagengeschäfts für Gebäude von Johnson Controls Hitachi für acht Milliarden Dollar und damit die größte Akquisition in der 140-jährigen Unternehmensgeschichte voran.

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