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HOFHEIM. Seine Schülerinnen und Schüler haben sich nach wenigen Wochen daran gewöhnt, dass ihr Lehrer sie nicht sehen kann. Christof Müller unterrichtet Geschichte und Katholische Religion an einem Regelgymnasium (der Main-Taunus-Schule in Hofheim), korrigiert Klausuren und leitet mündliche Abiturprüfungen. Grenzen erlebt er als Blinder trotzdem – durch digitale Angebote, die für Sehende gemacht sind, und mitunter durch Zurückhaltung im Kollegium. Bemerkenswert differenziert fällt deshalb sein Blick auf Inklusion aus: Nicht alles müsse für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein, und für ihn selbst sei eine Blindenschule der richtige Ort gewesen. Darüber spricht Müller mit einer Journalistin, die viele seiner Erfahrungen aus eigener Perspektive kennt: News4teachers-Redakteurin Nina Odenius ist selbst blind.