Longines vs. Wempe im Uhrenduell: Uhren für Sylt- und Nordsee-Fans
Der Sommer ist da, und damit auch alle Sylt-Fans, die die Insel in der sonnigen Jahreszeit ihr zweites Zuhause nennen. Man erkennt sie am lässigen Preppy-Style: weite Hosen aus Leinenstoff, leichte Hemden in „fifty shades of blue“ und die richtigen Logos am richtigen Fleck (auf dem Poloshirt, Weekender, Gürtel). Die Armbanduhr wiederum muss nicht nur zum Outfit passen, sondern auch funktional zu Strand und Meer und besonders zur Nordsee.
Die Idee, spezielle Sylt-Editionen aufzulegen, natürlich streng limitiert und nur eine Saison lang zu haben, hatte in der Vergangenheit beispielsweise Breitling. Auf der Insel gibt es zudem regelmäßig Pop-up-Stores für wenige Wochen, etwa von IWC.
Seit fünf Jahren ist auch Longines dabei; zur Saison 2026 lancieren sie zwei limitierte Modelle ihrer Wassersportlinie „HydroConquest“. Genau genommen handelt es sich um bewährte Taucheruhren mit einseitig drehbarer Lünette, 30 Bar wasserdicht, und der blau-weiße Look soll an die berühmten, gestreiften Sylter Strandkörbe erinnern.
Die „HydroConquest Sylt Edition 2026“ überzeugt auch mit inneren Werten: Das Automatikwerk wird bei der Konzernmutter Swatch Group in der Schweiz gefertigt und leistet üppige 72 Stunden Gangreserve. Die Linie ist mit einem Edelstahlgehäuse mit 39 oder 42 Millimetern Durchmesser zu haben, limitiert auf je 300 Exemplare. Unter anderem zu haben und zu bestaunen noch bis 15. August in der Pop-up-Installation in Kampen.
Segelfans aus dem Wempe -Uhrenteam hatten offenbar schon lange einen Wunsch: endlich mal eine gut ablesbare und vor allem einfach bedienbare Gezeitenuhr. Etwa ein Jahr tüftelten sie an der Mechanik mit Tidenfunktion, die sich mit einem kräftigen Nordseeblau vom mattschwarzen Zifferblatt hervorhebt. Letztlich bediente sich Wempe Glashütte für die „Iron Walker Tide“ an ihrer Taucheruhrenlinie. Wie bei der „Sylt Edition“ von Longines sind auch hier eine Datumsanzeige, ein Edelstahltank mit 30 Bar Wasserdichtigkeit und starke Kontraste dank reichlich Leuchtmasse auf Zeigern und Indizes an Bord.
Bei Wempes Gezeitenuhr liegt die Drehlünette, die die Zeit bis zur nächsten Flut und zur nächsten Ebbe anzeigt, jedoch hinter dem Deckglas, damit sie nicht verkratzt oder versehentlich verstellt werden kann. Was nach einem netten Gadget klingt, ist durchaus sinnvoll und kann sogar Leben retten: Für Segler sind der Tidenstand und die Strömungen zwischen Ebbe und Flut wichtig, um das Ein- und Auslaufen in Häfen zu planen. Erst recht sollten Schwimmer und Wattwanderer wissen, wann sie lieber am Strand bleiben.
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Auch Wempe verlässt sich bei dem automatischen Eta-Basiskaliber auf Schweizer Qualität, optimiert sie zudem im eigenen Uhrenatelier in Glashütte, damit sie die deutsche Chronometerprüfung für hohe Ganggenauigkeit bestehen. Allerdings ist die Laufzeit mit 42 Stunden eher Standard, ebenso die Größe mit 42 Millimetern. Die praktische Extraausstattung spürt man bei Wempe beim Preis – die 3790 Euro sind zwar durchaus fair, die limitierte Longines hingegen liegt bei nur 2300 Euro.